Bern und die Energiezukunft

Setzt der Kanton Bern ein Zeichen zur Energiewende? Das Stimmvolk entscheidet, ob bis 2050 Strom, Heizwärme und Warmwasser nur noch aus erneuerbaren Energien stammen sollen.

Stromleitungen auf einer grünen Wiese, dahinter ein altes Haus.

Bildlegende: Trafostation der Kraftwerke Oberhasli KWO in Innertkirchen im Berner Oberland. Keystone

Am 3. März stimmen Bernerinnen und Berner über die Volksinitiative «Bern erneuerbar» ab - wie auch über den Gegenvorschlag des Kantonsparlaments. Beide Vorlagen verfolgen auf unterschiedliche Weise das selbe Ziel: Im Kanton Bern soll bis in 35 Jahren nur noch erneuerbare Energie verbraucht werden, auch für Heizungen oder die Warmwasseraufbereitung.

Der Unterschied der beiden Vorlagen: Die Initiative legt genaue Termine fest, während der Gegenvorschlag des Kantonsparlaments einfach will, dass bis 2035 die Energie aus erneuerbaren Quellen stammt.

Linke Allianz

Die  Volksinitiative «Bern erneuerbar» wurde 2009 von einem Komitee unter der Führung der Grünen Partei eingereicht. Das Initiativkomitee hat mit anderen Kreisen, beispielsweise der SP, eine Allianz gebildet. Das Komitee empfiehlt den Stimmberechtigten, beide Vorlagen anzunehmen.

Die Bürgerlichen sind gespalten. Die SVP kämpft gegen beide Vorlagen. Die BDP ist gegen die Initiative, sie hält den Gegenvorschlag für den richtigen Weg.

Die Freisinnigen des Kantons Bern empfehlen die Initiative und den Gegenvorschlag zur Ablehnung. Die Delegierten haben sich damit gegen die Haltung ihrer Fraktion im Kantonsparlament entschieden. Dort hatten die FDP-Mitglieder den Gegenvorschlag mehrheitlich gutgeheissen, welcher aus ihren eigenen Reihen kam.