Zwölf Millionen Franken für Hochwasserschutz in Bern

Der Hochwasserschutz in der Stadt Bern hat eine wichtige Hürde genommen. Mit einem Ja-Anteil von 88,1 Prozent haben die Stimmberechtigten einen Projektierungskredit von 11,8 Millionen Franken genehmigt. Die Stimmbeteiligung lag bei 44,8 Prozent.

Überflutete Gassen in der Berner Altstadt, Jahr 2005

Bildlegende: 2005 richtete das Hochwasser in der Berner Altstadt grosse Schäden an. Keystone

Mit dem Geld soll ein Wasserbauplan ausgearbeitet werden. Ziel ist der langfristige Hochwasserschutz der Aare-Quartiere Marzili, Dalmazi, Matte und Altenberg.

1999 und 2005 hatte das Hochwasser dort grosse Schäden angerichtet. Seither traf die Stadt bereits einige Sofortmassnahmen. Doch diese reichen laut den Behörden nicht aus, um die gefährdeten Gebiete langfristig wirksam vor Hochwasser zu schützen.

Für das eigentliche Bauprojekt wird nochmals eine Volksabstimmung nötig sein, voraussichtlich 2016. Dabei dürfte es um rund 93 Millionen Franken gehen. Weil Bund und Kanton mitzahlen, erwartet die Stadt Nettokosten von 42 Millionen Franken.

Gegen den Projektierungskredit hatte lediglich die Grüne Partei-Demokratische Alternative (GP-DA) von Stadtrat Luzius Theiler gekämpft. Theiler befürchtet, dass die Schutzbauten das Bild der unteren Altstadt dereinst stark beeinträchtigen könnten.

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Hochwasserschutz an der Aare

9:01 min, aus Einstein vom 1.7.2010