Ausserrhoden: Zweiter Wahlgang nötig

Bei den Ersatzwahlen in den Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden ist im ersten Wahlgang niemand gewählt worden. Favorit Paul Signer (FDP) liess Ingeborg Schmid (SVP) und Samuel Büechi (Gral/Grüne) zwar hinter sich, verpasste aber das absolute Mehr.

Bei den Ersatzwahlen in die Ausserrhoder Regierung ist ein zweiter Wahlgang nötig. Paul Signer, Gemeindepräsident von Herisau und Kantonsrat, holte 8105 Stimmen bei einem absolutem Mehr von 8463 Stimmen. Es fehlten ihm demnach 358 Stimmen zur Wahl im ersten Wahlgang.

Personen im Porträt

Bildlegende: Paul Signer (rechts) bespricht mit FDP-Chef Hanspeter Blaser die Resultate. Er verpasst das absolute Mehr klar. srf

Ingeborg Schmid, Gemeindepräsidentin von Bühler, konnte 5645 Stimmen auf sich vereinen. Für Samuel Büechi vom Grünen Appenzellerland (Gral) legten 2985 Stimmberechtigte ein. Büechis Resultat ist überraschend gut. Die Stimmbeteiligung lag bei 47,9 Prozent.

Der zweite Wahlgang findet am 7. April statt. Die Ersatzwahl ist nötig, weil Hans Diem (SVP) aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zurücktritt.

Koller-Bohl konkurrenzlos gewählt

Diem ist gegenwärtig auch Landammann (Regierungspräsident) in Ausserrhoden. Als seine Nachfolgerin wurde Marianne Koller-Bohl gewählt. Die FDP-Regierungsrätin war die einzige Kandidatin. Sie holte 11'444 Stimmen bei einem absoluten Mehr von 6956 Stimmen.

Der Ausserrhoder Regierungsrat setzt sich zurzeit wie folgt zusammen: 4 FDP, 2 SVP, 1 SP. Mit der Kandidatur Signers will die FDP der SVP einen Sitz im Regierungsrat abjagen.