Wird das Baselbiet bald rot-grün regiert?

Das Baselbieter Stimmvolk kann entscheiden, ob es die bürgerliche Mehrheit der Regierung kippen will. Geschieht dies, wäre das ein Bruch in der jüngsten Geschichte des Landkantons.

Die Baselbieter Regierungsersatzwahlen an einem Podium

Bildlegende: Kandidaten für Baselbieter Regierungs-Ersatzwahlen Eric Nussbaumer (SP), Gerhard Schafroth (Grünliberale), Thomas Weber (SVP) an einem Wahlpodium. SRG

Das Baselbiet wird von bürgerlicher Hand regiert. Nur in den 40er Jahre gab es ein kurzes, einjähriges Intermezzo einer roten Mehrheit. Das Stimmvolk kann jetzt aber mit dieser bürgerlichen Führung brechen. Wenn es sich für die Wahl von SP-Nationalrat Eric Nussbaumer ausspricht. Im Gegensatz zu seinen beiden bürgerlichen Konkurrenten kann er auf einen grossen Bekanntheitsgrad setzen.

Rennen zwischen SVP und SP-Männern

Die Bürgerlichen ihrerseits haben sich auf den Kandidaten der SVP, Landrat Thomas Weber, geeinigt. Ein Mann, der nicht sehr bekannt ist. Für ihn spricht, dass er kein SVP-Hardliner ist. Ein solcher hätte von den anderen Bürgerlichen keine Unterstützung erhalten.

Nur wenig Unterstützung wird dem dritten Kandidaten der Grünliberalen, Gerhard Schafroth, eingeräumt. Er selber sieht sich als einziger, der es verstünde, die Kantonsfinanzen wieder ins Lot zu bringen. Er arbeitet in der Finanzbranche. Dass seine Kandidatur speziell ist, zeigt sich daran, dass SVP-Kandidat Weber ihn als «Geisterfahrer» bezeichnet.

Das Rennen dreht sich also um den SP-Mann Eric Nussbaumer und den SVP-Mann Thomas Weber. Weber bringt Management-Erfahrung mit. Nussbaumer bringt in seinem Rucksack Politik-Erfahrung mit. Auch er ist gemässigt in seinen politischen Positionen, gilt als bodenständig, ist auch für Bürgerliche wählbar. Wird er gewählt, könnte die rot-grüne Mehrheit aber auch dieses Mal nur von kurzer Dauer sein. Denn bereits in zwei Jahren finden die Gesamterneuerungswahlen statt.

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