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1:12-Initiative 1:12-Initiative: Arbeitgeber sprechen von Eigentor

Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) hat sich klar gegen die 1:12-Initiative der Juso ausgesprochen. Eingriffe wie diese Begrenzung würden den freien Arbeitsmarkt gefährden, der für die starke Position des Standorts Schweiz massgebend sei.

Legende: Video Arbeitgeber warnen vor 1:12 Initiative abspielen. Laufzeit 1:51 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 09.04.2013.

Von einem starken Standort Schweiz profitierten auch die Arbeiter, schreibt der Arbeitgeberverband (SAV). Der Verband verweist auf die hohe Erwerbsbeteiligung der Arbeitnehmenden, die tiefe Arbeitslosenquote, die guten Sozialleistungen und die hohen Löhne.

Im internationalen Vergleich seien in der Schweiz zudem nur moderate Unterschiede zwischen Top- und Niedriglöhnen auszumachen, so der SAV.

Eine starke Kürzung von Spitzenlöhnen, wie sie die Initiative der Jungsozialisten fordert, hätte massive Ausfälle von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen zur Folge, meint der SAV. Auch diese Umverteilungseffekte kämen heute in erster Linie den Bezügern von niedrigen und mittleren Einkommen zugute.

Müllers Argumentation

Stimmen die Arbeitnehmer der 1:12-Initiative zu, schneiden sie sich also ins eigene Fleisch – dies ist die Kernaussage des SAV. Der Verband folgt damit weitgehend der Argumentation, die FDP-Präsident Philipp Müller in der SRF-Sendung «Arena» vor etwas mehr als zwei Wochen dargelegt hatte.

Die Linksparteien und Gewerkschaften wollten die emotionale Debatte über die Abzocker nun ausnützen, um eigene Initiativen voranzutreiben, schreibt der SAV. Doch sowohl die 1:12, wie auch die Mindestlohn-Initiative, würden in die Lohnfreiheit der Unternehmen eingreifen. Und dem will sich der Verband widersetzen.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Ich weiss nicht, ob die Juso eine 1:12 Initiative lanciert hätten, sässe ein linker Milliardär in ihrer Mitte, der ihre Abstimmungskämpfe grosszügig unterstützen würde. .
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    1. Antwort von Walter Kathriner, Sarnen
      aber aber Marlene, was heisst das jetzt???? es sind nicht alle gleich, manche sind gleicher! obwohl ich auch nicht ganz sicher bin.
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  • Kommentar von H. Wach, Luzern
    Diese Initiative ist grotesk & absurd! Beispiele: In der Sport- & Unterhaltungs-Branche (neudeutsch: Industrie!?) sind die Einkommensunterschiede oft weit höher als bei den (oft zu Recht) verschrienen Abzockern der WERTSCHÖPFENDEN Industrie. Wie wäre es, wenn die Linken auch die Arbeitnehmer von Klubs, Sponsoren & Agenturen (z.B. Fussball, Eishockey, Ski, Tennis, Sänger & Andere) eine 1:12 Klausel – insbesondere zw. Mann & Frau – mit einbeziehen würden? In der DDR hat's geklappt!?
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    1. Antwort von Rudolf R. Blaser, Aeschi
      Vergleich hinkt! Dort bezahlen Leute für Idol oder Komiker Eintritt.Hier aber wird Gauklern+Wichtigtuern erlaubt,sich an einem Ergebnis zu bereichern,zu dem sie KAUM oder NICHTS beitrugen!GUTES GESCHÄFTSERGEBNIS WIRD VON MITARBEITENDEN ERWIRTSCHAFTET.1/12 ist deshalb mehr als genug.Wem das nicht passt,wird sehen,dass sich genug Freiwillige finden,welche bereit sind unter solchen Konditionen Präsenzzeit abzusitzen.KEINE PRIVATISIERUNG DES GEWINNS+SOZIALISIERUNG DER WORKING POORS.
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    2. Antwort von Walter Kathriner, Sarnen
      H. Wach, da könnten sie sich noch verrechnen, wenn ein Cub Präsident das zwölffache des einkaufswertes eines Spielers verlangen würde!
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    3. Antwort von H.Wach, Luzern
      R.R.B. & W.K.! Die 1:12 Initiative bezieht sich (nur) auf ARBEITNEHMER! nach Arbeitsvertrag gem. OR 319 bis 343! (Nach Linken-Jargon sind somit Vasella, Ospel & Co. Büezer, die nach Initiativ-Klausel max. 12x mehr verdienen dürfen als ein anderer qualifizierter Büezer bzw. Arbeitnehmer!). Arbeitnehmer (Büezer) dienen vertragsgemäss ihrem Arbeitgeber! Somit sollten z.B. Sportler & Andere als Arbeitnehmer ihrer Arbeitgeber auch nur max. 12x mehr verdienen als andere m. gleicher Tätigkeit!
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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Also wenn das so ein Eigengoal für die Juso ist, sollten wir diese Initiative aber rasch annehmen. Besser kann man diese Leute wohl kaum bekämpfen, als mit deren eigenen Ideen und Ansichten. (smile)
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