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1:12-Initiative SVP übernimmt Kampf gegen 1:12-Initiative

Der Streit um die Führung der kommenden Abstimmungskampagnen ist beendet. Die bürgerlichen Parteien haben sich geeinigt und die Themen verteilt: Es ist die SVP, die die Gegner der 1:12 –Initiative anführen wird. Die FDP wird dafür bei der Abschaffung der Wehrpflicht vorangehen.

Das Ja zur Abzocker-Initiative sitzt noch in den Knochen der Chefs der bürgerlichen Parteien. Damals hatte der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse die Federführung im Abstimmungskampf. Und wurde danach heftig kritisiert. Nun steht die nächste Abstimmung über Managerlöhne an: Die Initiative der Jungsozialisten «1:12 – für gerechte Löhne».

Die Angst auf bürgerlicher Seite ist gross, dass das Volk auch dieses Mal Ja sagen könnte. Umso wichtiger ist, wer die Kampagne dagegen anführt. Eigentlich war die FDP vorgesehen. Doch CVP-Präsident Darbellay machte in einem Zeitungsinterview Stimmung dagegen: «Die FDP hat den Touch von Economiesuisse und der Bahnhofstrasse» liess er sich zitieren. Diese Aussage sei «einfach nur daneben», konterte FPD-Präsident Philipp Müller.

Nun haben sich bürgerlichen Parteien getroffen und die kommenden Abstimmungen unter sich aufgeteilt:

Die SVP führt den Abstimmungskampf gegen die 1:12-Initiative, dafür hat die FDP den Lead bei der Abschaffung der Wehrpflicht. Die CVP kämpft - voraussichtlich mit der BDP - für die teurere Autobahnvignette. Die GLP wiederum wird die Kampagne zur Abstimmung über die Tankstellenshops führen.

Wann die Vorlagen an die Urne kommen, steht noch nicht fest.

24 Kommentare

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  • Kommentar von A.Stahel, Kt. Zürich
    Was antworten die Initianten eigentlich auf das Szenario, dass niedrig belohnte Arbeiten schlicht ausgelagert würden? Schweizer Firmen müssen ihre Manager auch bei Stange halten. Wenn sie im Ausland das 10-fache verdienen können, fällt die Entscheidung leicht. Gerade die Initanten, die diesen Managern ausser Gier keinen Charakterzug attestieren, müssten das eigentlich sehen. Da wird vorher unten abgeschnitten, was ausgelagert werden kann, als dass man oben die Löhne so krass senkt.
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    1. Antwort von A.Stahel, Kt. Zürich
      Putzpersonal, allg. Infrastruktur Betreung (Hausmeister etc.), Sicherheitspersonal, Informatiksupport, ... Alles Bereiche, die man problemlos auslagern kann. Externe Personal-Vermittlungen könnten zudem die Arbeiten effizienter einteilen, so dass sogar Arbeitsplätze eingespart werden könnten. Zusatzfrage: Wie ist das mit dem Anstellungsverhältnis? Fällt ein temporär vermittelter Hilfsabeiter auch in diese 1:12 Regelung? Oder kann man dann niedrig qualifizierte Jobs auf diesem Weg auslagern?
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    2. Antwort von M. Murger, Kt. Zürich
      @Stahel Die "niedrigen" Arbeiten werden mit Bestimmtheit ausgelagert. Was die temporär Angestellten anbelangt, die sind mit Sicherheit von der Regel ausgenommen. Das kann man auch gut in den letzten Jahren bei Grosskonzernen beobachten, die zwar einen Personalstopp haben, aber hunderte von Temporären, welche dann im Geschäftsbericht nicht in der Spalte "Lohn" erscheinen. Man findet immer einen Weg, Regeln und Gesetze zu umgehen und am Schluss bezahlt der Steuerzahler.
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  • Kommentar von Paul Reinmann, Gerlafingen
    Es wird sich wohl jeder selbst eine Meinung bilden müssen. 1-12 ist zwar etwas krass aber ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn die Putzfrau 3500.- verdient, kommt sie sicher nicht über die Runden. Der Boss mit einer halben-Million allerdings sehr gut. (...die Putzfrau arbeitet übrigens auch bis spät in die Nacht..) Nieder mit der Finanzmonarchie....! Nehmt die Initiative an und startet die schon lange nötige Revolutuion gegen den Finanzadel..!
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  • Kommentar von Angelika Kunz, Bern
    Verena Eberhard, 5722 Gränichen und A. Planta, Chur sind ein und dieselbe Person. Das dürfen sie auch sein. Warum aber dies Versteckspiel?
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