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Aufhebung der Wehrpflicht Gegner: Abschaffung der Wehrpflicht ist schädlich

Im September wird über die Aufhebung der Wehrpflicht abgestimmt. Die Gegner sagen, warum sie die Initiative ablehnen.

Schweizer Armee-Angehörige mit Waffe in der Hand.
Legende: Geht es nach der GSoA, soll die Armee nur noch auf freiwilliger Basis funktionieren. Keystone

Die bürgerlichen Gegner machen sechs Wochen vor der Abstimmung mobil gegen die Initiative «Ja zur Abschaffung der Wehrpflicht». Sie sehen im Begehren einen schweren Eingriff in das Sicherheitssystem der Schweiz. Die Initiative sei ein Angriff auf das Erfolgsmodell der Schweiz und äusserst schädlich. Das hielten Vertreter des Komitees fest.

Sie wittern einen weiteren Versuch der Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA), die Armee schrittweise zu «schwächen, sie dem Volk zu entfremden und schliesslich ganz abzuschaffen». Ausserdem würden ohne Wehrpflicht weder Armee noch Zivilschutz und Zivildienst funktionieren. Und auf der Welt gebe es kein Land, das die Sicherheit durch eine Freiwilligenarmee garantieren könne.

Wenig überraschend, dafür umso deutlicher sprach sich auch Armeechef André Blattmann gegen die Initiative aus. Eine solche Milizarmee sei eine Illusion. An Freiwilligen würde es fehlen und die, die sich meldeten, wären die Falschen. Ein Ja des Stimmvolks käme der Abschaffung der Armee gleich.

Das Initiativkomitee

Dem überparteilichen Komitee «Nein zur Unsicherheits-Initiative» gehören Vertreter der Parteien CVP, FDP, SVP, BDP, Lega dei Ticinesi und der Schweizer Offiziersgesellschaft an. Über die Wehrpflicht-Initiative wird am 22. September abgestimmt.

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121 Kommentare

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  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    Freiwilligkeit schafft Ungerechtigkeit.So entwickelt ist der Homo Sapiens noch nicht.Keine Armee ist leider eine Illusion,das entwickelte Bewusstsein des HS reicht dafür noch nicht.Eine Berufsarmee ist ein Gefahrenpotential und schafft eine gefährliche Ungleichheit.Das bisherige System hat sich bewährt.Nicht alles was Unangenehm ist,kann abgeschafft werden.Und von wegen Kosten!Was kostet eine menschliche Existenz?Ist Ökonomie logisch oder rational?Unmöglich,denn der HS ist es auch nicht.
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  • Kommentar von Hansi Dragoner, Drachenstein
    Stünde das Militär in adäquatem Sinne zur gigantischen Abzocke zu Lasten der Völker der Welt müsste die Schweiz eigentlich das einer Supermacht haben.
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    1. Antwort von Markus Guggisberg, Busswil
      @Hansi Dragoner: Schön, dass Sie wieder einen Sündenbock gefunden haben. Heute wird in Europa unbescholtenen Länder wieder gedroht. Wer glaubt, er könne seine Richter (früher Landvögte) dem anderen aufzwingen, der hat sich wirklich weit vom Frieden entfernt.
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  • Kommentar von Heinrich von Braun, Stuttgart - Großer Kanton
    Prinzipiell, liebe Schweizer, geht mich das ja nichts an, aber bei Lichte betrachtet ist Eure " ARMEE " ja nicht unbedingt der Schrecken der restlichen Welt! Und nochmals bei Lichte betrachtet: Gegen wen um alles wollt Ihr Euch denn Verteidigen? Wer soll den die Schweiz angreifen? W E R ? Die Schweizer Armee hat für mein Dafürhalten eine wichtige Aufgabe und zwar im Land selbst, nämlich, als Einsatzreserve bei Katastrohen. evtl. auch bei der Verhinderung von Terroranschlägen. So sehe ich das HvB
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    1. Antwort von Beppie Hermann,kleines Stachelschwein, Bern
      Sind Sie vergesslich oder was? Es hat sich in den wenigen Jz am dominanten Verhalten gewisser europäischer Staaten doch gar nichts geändert!
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    2. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      H. v. Braun Dies sehe ich auch so, der Ausdruck Verteidigung war meinerseits nicht ganz richtig.
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    3. Antwort von Albert Planta, Chur
      Wir wollen doch das Bankgeheimnis, den Neoliberalismus und die Nationalkonservativen verteidigen.
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    4. Antwort von Hansi Dragoner, Drachenstein
      @Kleines Stachelschwein: Sie belieben unter Außerachtlassung geschichtlicher Tatsachen zu scherzen: Wann und von wem wurde die ebenso kleine wie unwichtige Schweiz in den letzten Jahrhunderten eigentlich angegriffen und da gab es beileibe kein durchgängig demokratisch legitimiertes Europa wie jetzt, seit 68 Jahren Frieden. Es gibt eben Eidgenossen die sind a) mit nichts zufrieden und leiden b) an Verfolgungswahn.
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    5. Antwort von Markus Guggisberg, Busswil
      @HvB: Wenn sie die Geschichte der Schweiz kennen würden, dann wüssten Sie, dass es in den letzten 700 Jahren kein Jahrhundert gab, in dem die Schweiz sich nicht gegen äußere Bedrohungen verteidigen musste. Es ist nicht die Technik, die wir heute fürchten müssen, sondern der monokulturelle Angriff auf die nationale Vielfalt und deren politischen Selbstbestimmungsrechte. So wird der Verteidigungswillen des Schweizers für immer zum Garanten für politische Freiheit und Frieden bleiben.
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    6. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Hansi Dragoner, Drachenstein : Ihre Wortwahl, "Stachelschwein", sehr aufschlussreich und ein sehr deutlicher Hinweis auf Ihre Gesinnung!!!! (smile)
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    7. Antwort von C.E.C. Yeager, Schweiz
      @HvB: Ich bin ganz ihrer Meinung, und schäme mich dafür, wie sich manch-einer meiner Mitbürger im Ton vergreift.
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    8. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      H. Dragoner Darf ich Sie fragen unter was leiden den Sie? Ihre Äusserungen sind leider nicht gerade Friedensfördern, sondern eher Peinlich, Sie schreiben ja selbst von 68 J. Frieden. Also denke ich, könnte man auch noch heute etwas dafür tun. Was Sie aber verbreiten ist alles andere als Friedensfördernd. Respekt und Anstand vermisse ich leider. Danke für das Verständnis, dass Sie mir vielleicht gegenüber haben.
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    9. Antwort von Hansi Dragoner, Drachenstein
      @Hans Haller: Ich habe nur Herrn "Beppie Hermann,kleines Stachelschwein, Bern" als "kleines Stachelschwein" angesprochen, da er sich selbst so nennt. Sie können ja selbst unter seinem Kommentar "Beppie Hermann,kleines Stachelschwein, Bern Montag, 12.08.2013, 08:55" nachsehen.
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    10. Antwort von Hansi Dragoner, Drachenstein
      @Marlies Artho, Schmierikon: Sie werden sich doch nicht einbilden, dass ich mir in Sachen CH ein Blatt vor den Mund nehme. Was in der Schweiz zu Lasten der EU und anderer Länder veranstaltet wird ist ein einziges Desaster und ein einziger Betrug zu Lasten der Völker der Welt: Gewinne aus der EU werden in der CH steuerlich abgewickelt,Schmuggel aus der CH in die EU ist straffrei,Ölhandel mit Iran wird weiterhin abgewickelt u.mit Edelmetall bezahlt, Schwarzgeld ist heute Weissgeld. Reicht's?
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    11. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      H. Dragoner Sie müssen und tun dies auch nicht ein Blatt vor den Mund halten. Vielleicht wäre ein gemässigter Ton Friedvoller. Das die Schweizer welche auch immer, nur zu Lasten der EU Profitieren, dies ist Ihre Meinung. Denke aber, dass dies nicht nur einseitig geschieht. Betreffend Ausbeutung von verschiedenen Länder, ob dies nur die Schweiz ist? Da kann ich nicht mit Reden. Höchstens, dass die Schweiz auch ziemlich hohe Beträge an diverse Staaten bezahlt.
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    12. Antwort von A.Käser, Zürich
      H.Dragoner/68 Jahre Frieden?Man könnte es auch eine 68 Jahre dauernde Nullrunde beim"Eile mit Weile"nennen.Denn wenn man ins Rund der ökonomischen"Schlachtfelder"der EU schaut(Arbeitslosenzahlen,zunehmende Verarmung ganzer Bevölkerungsschichten),kann schon ein Schaudern aufkommen.Vermutlich wird sich in absehbarer Zeit die"Geschichte"wie gehabt(Ideologiekrieg)wiederholen.Was dann?Es sollte eher aufhorchen lassen,weshalb sich so viele Euro-Staaten von der Wehrpflicht verabschiedet haben.
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