Kein städtisches Geld fürs Fussballstadion

Die Stadtschaffhauser sagen Nein zu einem Beitrag von zwei Millionen Franken für ein neues Fussballstadion. Damit hat auch in Schaffhausen - wie schon in Zürich - ein weiteres Stadion-Projekt Schiffbruch erlitten.

Visualisierung des geplanten Fussballstadions im Herblingertal

Bildlegende: Gekostet hätte der Neubau 50 Mio. Franken: 16 Mio. das Stadion, 34 Mio. der Mantel. Daraus wird nun nichts. zvg

Die Stimmbevölkerung der Stadt Schaffhausen sagt mit 57,5 Prozent Nein zum Beitrag von zwei Millionen Franken an den Bau des FCS Park im Herblingertal. Die Stimmbeteiligung lag bei 65,4 Prozent.

Der FC Schaffhausen zeigt sich in einer ersten Reaktion enttäuscht: Die Verantwortlichen würden in den nächsten Tagen zusammensitzen und besprechen, wie es weitergehen soll.

Fussballstadien stehen unter keinem guten Stern

In den letzten Jahren kamen und gingen die Projekte, nun schien eine Lösung in Griffweite zu sein: Ein Stadion mit Kunstrasen und 8100 Sitzplätzen, dazu eine Mantelnutzung. Gebaut werden sollte es im Herblingertal. Gekostet hätte der Neubau gut 50 Millionen Franken: 16 Millionen das Stadion, 34 Millionen der Mantel. Als Bauherrin für das Stadion war die Fontana Invest aufgetreten.

Im Schaffhauser Stadt-Parlament kam die Vorlage praktisch einstimmig durch. Auch die Sportverbände unterstützen die Vorlage. Ein Stimmbürger ergriff jedoch das Referendum und sammelte mit Stadtparlamentarier Walter Hotz (SVP) die nötigen Unterschriften. Die Gegner halten das Projekt für überrissen und wehrten sich insbesondere gegen die Verwendung von Steuergeldern für das mehrheitlich privat realisierte Stadion.

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