Stadt Zürich: Kehrichtverbrennungsanlage wird nachgerüstet

Die Zürcher Stimmbevölkerung sagt Ja zur Nachrüstung der Kehrichtverbrennungsanlage Hagenholz und bewilligt einen Kredit von 39 Millionen Franken.

Aussenansicht der Energiezentrale des Kehrichtheizkraftwerks Hagenholz in Zürich

Bildlegende: Die Kehrichtverbrennungsanlage Hagenholz soll in Zukunft 6000 statt 4000 Tonnen Metall zurückgewinnen. Keystone

Mit fast 92 Prozent Ja-Stimmen hat das Zürcher Stimmvolk sehr deutlich Ja gesagt zum Kredit von fast 40 Millionen Franken. Die Stimmbeteiligung lag bei 37,5 Prozent.

Die grosse Zustimmung erstaunt Tiefbauvorsteher Filippo Leutenegger nicht: «Die Vorlage war recht unbestritten. Sehr zufrieden ist er natürlich trotzdem. «Die neue Anlage ist ein Meilenstein», sagt er gegenüber dem «Regionaljournal». Nun könne man in Zukunft das gesamt Metall recyclen.

Mit dem bisherigen Verfahren konnten Metalle wie Aluminium, Eisen, Kupfer, Silber und Gold nur zu 70 Prozent wiederverwertet werden. Mit der aufgerüsteten Anlage sind in Zukunft 99 Prozent möglich.

Ein neues Verfahren machts möglich

Die neue Anlage macht aus Nassschlacke Trockenschlacke. Diese wird dann in Hinwil weiterverarbeitet, der weltweit ersten Anlage, mit der sich Metalle aus Kehrichtschlacke fast vollständig rezyklieren lassen. Die Stadt rechnet damit, dass sich mit dem neuen Verfahren eine Million Franken pro Jahr erwirtschaften lässt: Einerseits aus dem Erlös für das zusätzlich gewonnene Metall, andererseits, weil weniger Schlacke anfällt, die entsorgt werden muss.

Das Projekt stiess bereits im Vorfeld auf breite Zustimmung. Auch im Gemeinderat waren allen Parteien dafür.