25 Millionen Ring Basel-Stadt entscheidet über Vorfahrt für Radfahrer

Neben dem Verkehrsprojekt kommt auch eine Liberalisierung des Alkoholverbots in Jugendzentren an die Urne.

Plan mit Veloring

Bildlegende: Der Veloring soll wichtige Punkte in der Stadt verbinden. zVg

Der sogenannte Veloring rund um das Stadtzentrum soll das Radfahren in Basel attraktiver machen. Er erfüllt grösstenteils die Forderungen der inzwischen zurückgezogenen Velo-Initiative.

Der Grosse Rat bewilligte für das Projekt im November des letzten Jahres 25 Millionen Franken. LDP und SVP, die Verkehrsverbände ACS und TCS sowie der Gewerbeverband ergriffen gegen den Beschluss das Referendum, weshalb jetzt die Stimmbevölkerung darüber entscheidet.

Die Argumente

Befürworter
Gegner
- Sicherheit für Zweiradverkehr
- Entflechtung nützt allen
- Auto-Projekte sind teurer
- 25 Millionen sind zuviel
- Veloring benachteiligt Autoverkehr
- Velofahrer wollen direkt ins Zentrum fahren

Der Veloring soll bis 2025 als Tempo-30-Strasse Wohnquartiere, Bahnhöfe, Arbeitsplätze und Schulen verbinden. Ausser bei Hauptverkehrs- und ÖV-Achsen haben Zweiräder Vorfahrt gegenüber dem motorisierten Verkehr. Zum Ring gehört eine neue Brücke über Zoo und Bahngeleise. Über eine neue Rheinbrücke wird später entschieden.

Alkohol in Jugendzentren

Ebenfalls entscheiden muss die Basler Stimmbevölkerung, ob das strikte Alkoholverbot in Jugendzentren gelockert werden soll. Eine solche Liberalisierung hatte der Grosse Rat mit grossem Mehr beschlossen. Nur die CVP/EVP Fraktion stimmte dagegen. Gegen den Beschluss ergriff ein «Komitee für Suchtprävention» das Referendum und sammelte fast 4500 Unterschriften.

Die Befürworter argumentieren, es sei besser, Alkohol in Jugendzentren zu thematisieren und kontrolliert zu erlauben als absolut zu verbieten. So würden die Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol lernen. Ein Verbot hingegen treibe sie in den heimlichen Konsum. Die Gegner argumentieren mit der Zunahme des Alkoholmissbrauchs unter Jugendlichen und mit der einfachen Erhältlichkeit. Auch könnten die Jugendlichen in Jugendzentren lernen, dass man auch ohne Alkohol Spass haben könne.