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Abstimmungen Gossau Abstimmung zum Durchgangsplatz bewegt Gossau

Politisiert wird in Gossau zurzeit nicht nur im Stadtparlament: Die Abstimmung am 5. Juni zum Durchgangsplatz für Fahrende bewegt auf den Strassen, am Familientisch und am Stammtisch. In Rekordzeit sammelte die SP über 1000 Unterschriften. Nun haben die Stimmbürger das letzte Wort.

Die Industriezone zwischen Gossau und St. Gallen ist geprägt von Gewerbebetrieben wie dem Transportunternehmen Baumann AG. Daneben soll ein Durchgangsplatz für Fahrende entstehen, wenn es nach dem Willen der SP Gossau-Arnegg geht. Die Partei hat erfolgreich Unterschriften gegen den Entscheid des Stadtparlaments gesammelt. Und das in Rekordzeit.

Es hat mich beeindruckt, wie sich die Leute von diesem Thema berühren lassen.
Autor: Monika Gähwiler-BrändleVizepräsidentin SP Gossau-Arnegg

Weniger emotional sieht Felix Koller das Thema. Der Fraktionschef der FDP im Gossauer Stadtparlament betont, die Gegner des Durchgangsplatzes hätten nichts gegen Fahrende. Aber der geplante Durchgangsplatz liege in der falschen Zone. Hier passiere eine Arealentwicklung durch die Städte Gossau und St. Gallen. Und ausgerechnet hier solle ein Platz für Fahrende entstehen. Das könne er nicht verstehen.

Es ist die falsche Lösung am falschen Ort.
Autor: Felix KollerFraktionschef FDP, Stadtparlament Gossau

Für die Initianten geht es um etwas anderes. Monika Gähwiler argumentiert mit der Verantwortung, welche die Gesellschaft gegenüber den Fahrenden habe. Die Jenischen seien seit 1998 eine anerkannte Minderheit. Deshalb sei es unsere Generation, die den Fahrenden einen Platz geben müsse. Wie Nachbarn miteinander auskommen müssen, müssten auch die Sesshaften den Fahrenden einen Platz einräumen.

Darum geht es

In Gossau soll ein Durchgangsplatz für Fahrende entstehen. Dafür ist eine Umzonung des betreffenden Gebiets nötig. Das Gossauer Stadtparlament hat diese Umzonung im vergangenen September abgelehnt. Mit einer Initiative haben sich die Befürworter gegen den Entscheid des Parlaments gewehrt. Deshalb kommt es am 5. Juni zur Abstimmung.

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