Jurafrage: Sommaruga will Dialog weiterhin eng begleiten

Die Probleme sind nach dem Nein des Berner Juras zu Gesprächen für einen neuen Kanton Jura nicht vom Tisch. Bei der sogenannten Tripartiten-Konferenz will Bundesrätin Simonetta Sommaruga den Dialog weiter eng begleiten. Dass der Abstimmungssonntag friedlich verlief, freut sie.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga zeigt sich erfreut über die «Qualität und Würde, welche die Jura-Debatte im Vorfeld der Abstimmung gehabt habe – trotz einiger schwieriger Momente.

«Es freut mich ganz besonders, dass es im Gegensatz zu der Abstimmung in den siebziger Jahren zu keinerlei Gewaltt gekommen ist», sagte Sommaruga laut einer Mitteilung des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes (EJPD). Dass dieser demokratische Prozess zustande gekommen sei, sei nicht zuletzt der Arbeit der Interjurassischen Versammlung zu verdanken.

Definitive Verwerfung

Die interjurassische Versammlung und die beiden Kantonsregierungen hätten dafür gesorgt, dass die Jura-Frage im Jura selbst habe beantwortet werden können. Das sei von Anfang an das Ziel des Bundesrates gewesen.

Mit dem Stimmentscheid sei das Projekt zur Erschaffung eines neuen Kantons definitiv verworfen. Das Resultat der Abstimmung zeige, die Bevölkerung des Berner Juras wolle keine weiterführenden Überlegungen zu einem neuen Kanton anstellen.

Der Prozess zur Lösung der Jura-Frage ist nicht beendet. Innerhalb von zwei Jahren können nun die einzelnen Gemeinden des Berner Juras darüber entscheiden, ob sie dem Kanton Jura beitreten möchten.

Sendung zu diesem Artikel