Abstimmungen 12. Februar Köniz will günstigen Wohnungsbau fördern

Die Berner Vorortsgemeinde nimmt den Gegenvorschlag zu einer SP-Initiative an. Bei grösseren Wohnbauprojekten müssen künftig preisgünstige Wohnungen entstehen.

Haus

Bildlegende: Künftig sollen mehr günstige Wohnungen entstehen. So will es der Gegenvorschlag des Gemeinderats. Keystone

  • Bei grösseren Wohnbauprojekten (über 4000 Quadratmeter) müssen 20 bis 40 Prozent der Fläche für preisgünstiges Wohnen ausgeschieden werden.
  • Zudem sollen geeignete Grundstücke im Baurecht an gemeinnützige Wohnbauträger abgegeben werden und diese auch bei der Landbeschaffung unterstützt werden.
  • Betroffen sind nur Gebiete, welche von hohen Mietzinsen betroffen sind.
  • Bürgerliche haben sich vergeblich gewehrt.

Gegenvorschlag «Bezahlbar Wohnen» Auf / Zuklappen

Köniz: Gegenvorschlag zur Initiative «Bezahlbar Wohnen in Köniz»

JA-Stimmen absolut: (7'315 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (5'637 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 56.5%
NEIN-Stimmen relativ: 43.5%

Das Stimmvolk hat den Gegenvorschlag mit 7'315 Ja-Stimmen gegen 5'637 Nein-Stimmen angenommen. Es handelt sich um einen Gegenvorschlag zur SP-Initiative «Bezahlbar wohnen in Köniz». Das Parlament hatte den Gegenvorschlag des Gemeinderats knapp angenommen. Die Initianten zogen darauf ihre Initiative zurück.

«  Die Bevölkerung setzte ein Zeichen gegen hohe Mieten. »

Katrin Sedlmayer
SP-Gemeinderätin

«Der Gemeinderat kann den preisgünstigen Wohnungsbau nun auf verschiedene Arten fördern», freut sich SP-Gemeinderätin Katrin Sedlmayer. «Das Resultat zeigt: Der Bevölkerung ist ein bestimmter Anteil an bezahlbaren Wohnungen wichtig.»

Umsetzung noch unklar

Christian Roth hat mit der SP die Initiative lanciert. «Wir schauen jetzt, ob der Gemeinderat den Volkswillen tatsächlich umsetzen wird.» Die Bürgerlichen fragen sich jedoch, ob dies überhaupt möglich ist. «Wir zweifeln, ob die Anliegen rechtlich umsetzbar sind», sagt Hans-Peter Kohler von der FDP. Er verweist auf Bern, wo die Hauseigentümer eine Beschwerde gegen eine angenommene Initiative einreichten. Der Entscheid des Kantons ist immer noch ausstehend.

Das Stimmvolk hat auch zwei Kredite für Schulhaussanierungen angenommen.

  • Das Schulhaus Liebefeld Hessgut kann für 8,6 Millionen Franken saniert werden. Fast 90 Prozent der Stimmbevölkerung stimmten Ja (Ja: 11'844 Stimmen, Nein: 1'342 Stimmen).
  • Die Schulanlage Spiegel kann erweitert und saniert werden. Die Stimmbevölkerung sagt mit 83 Prozent Ja zu einem Kredit von 19,8 Millionen Franken (Ja: 10'883 Stimmen, Nein: 2'236 Stimmen).

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