Luzerner Stimmvolk entscheidet erneut über Ladenöffnungszeiten

Im Kanton Luzern sollen die Ladenbesitzer von Montag bis Samstag frei entscheiden können, wann sie ihre Geschäfte öffnen und schliessen. Diese Forderung stellen die Jungfreisinnigen in ihrer Volksinitiative. Über diese wird am 9. Juni abgestimmt.

Gemüseabteilung eines Grossverteilers.

Bildlegende: Ladenbesitzer sollen laut der Initiative der Jungfreisinnigen selber über Öffnungszeiten entscheiden dürfen. Keystone

Die Jungfreisinnigen – unterstützt von FDP und GLP – begründen ihr Anliegen mit dem heutigen Einkaufsverhalten. «Kaum sind die Läden im Kanton Luzern geschlossen, kaufen die Leute in den Nachbarkantonen ein, weil diese keine Ladenschlussgesetze kennen», sagt Maurus Zeier von den Jungfreisinnigen des Kantons Luzern gegenüber SRF. Dies schwäche den Standort Luzern. «Zudem möchten wir mit der Initiative die Gleichbehandlung von Dorfläden und Tankstellenshops erreichen.»

Es ist das zweite Mal innerhalb eines Jahres, dass die Luzerner Stimmberechtigten über die Ladenöffnungszeiten abstimmen. Im Juni 2012 haben sie eine moderate Liberalisierung mit einem Nein-Stimmenanteil von 55 Prozent abgelehnt.

«Die Initiative der Jungfreisinnigen ist deshalb eine reine Zwängerei und das Stimmvolk findet es mühsam, schon wieder über dasselbe Thema abstimmen zu müssen», sagt Marcel Budmiger, Geschäftsführer des Luzerner Gewerkschaftsbundes. Zudem würden liberalere Ladenöffnungszeiten nur zu einer grösseren Arbeitsbelastung beim Personal führen.