Baustelle Stadt Luzern

Was darf wo in der Stadt Luzern gebaut werden - und vor allem auch: wie hoch? Antworten auf diese Fragen gibt die neue Bau- und Zonenordnung, über die die Luzerner am 9. Juni abstimmen. Die Parteien sind geschlossen dafür. Trotzdem hat sich eine Gegnerschaft formiert.

Der Bundesplatz in Luzern: hier sollen künftig bis zu 35 Meter hohe Häuser erlaubt sein.

Bildlegende: Der Bundesplatz in Luzern: hier sollen künftig bis zu 35 Meter hohe Häuser erlaubt sein. SRF

Die umstrittenste Regelung betrifft die Hochhausstandorte. Über zwei von ihnen können die Stadtluzerner deshalb mit Zusatzfragen separat abstimmen: Steghof (45 Meter) und Seeburg (40).

In der Bau- und Zonenordnung (BZO) sind aber mit dem Pilatusplatz und dem Bundesplatz noch zwei weitere Standorte vorgesehen: Dort könnten künftig 35 Meter hohe Häuser entstehen.

Mehr oder weniger Wohnraum?

Die Gegner der BZO kritisieren aber nicht nur die Hochhäuser. Sie stören sich auch an der neuen Regelung zum Wohnanteil. Neu wäre in mehrstöckigen Häusern nicht nur ein Mindestanteil an Wohnungen vorgeschrieben, sondern auch ein Mindestanteil an Gewerbefläche. Dies führe zur Verdrängung von Familien, sagen die Gegner. Die Befürworter hingegen betonen, die Wohn- und Arbeitsflächen würden nur besser verteilt und durchmischt - dies belebe die Stadt.

Umstritten sind ausserdem die neue Berechnung der Ausnützung sowie die neue Tourismuszone, welche die grossen Traditionshotels schützen soll.