Der Lohn der Luzerner Stadträte wird gekürzt

Die Stimmberechtigten der Stadt Luzern haben entschieden: Der Lohn für ihre Regierungsmitglieder wird gekürzt. Zwar wurden sowohl die Initiative der SVP wie auch der Gegenvorschlag des Parlamentes angenommen, aber bei der Stichfragen entschieden sich 57 Prozent für die Initiative.

Die Stimmenden hiessen die Volksinitiative mit einem Ja-Stimmenanteil von 62,5 Prozent mit 13'027 Ja zu 7'813 Nein-Stimmen gut. Der Gegenvorschlag des Parlamentes, das die Löhne weniger stark kürzen wollte wurde ebenfalls knapp angenommen und zwar mit 9'279 Ja zu 9'150 Nein. Bei der Stichfrage entschieden sich aber 57,4 Prozent für die Initiative: 11'462 Ja zu 8'501 Nein.

Heute verdient ein Stadtrat in Luzern rund 247'000 Franken, der Stadtpräsident knapp 264'000 Franken pro Jahr.

Zu viel, findet die SVP. Sie will mit ihrer Initiative die Stadtratslöhne auf 200'000 Franken beschränken. Es gebe keinen Grund, weshalb ein Stadtrat mehr verdiene als das oberste Kader, begründen die Initianten ihre Forderung. Der Stadtrat lehnt markant tiefere Löhne ab.

Stattdessen schlug er vor, künftig die Amtserfahrung der einzelnen Mitglieder bei der Besoldung zu berücksichtigen. Er präsentierte einen Gegenvorschlag mit abgestuftem Lohnmodell nach Amtsjahren. Bei Amtsantritt hätte ein Stadtratsmitglied rund 227'000 Franken, der Stadtpräsident 243'000 Franken erhalten.