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Abstimmungen NE Die Neuenburger stellen die Weichen für die Windenergie

Im Neuenburger Jura können auf 5 Zonen verteilt bis zu 59 Windkraftanlagen gebaut werden. Das Stimmvolk hat eine Volksinitiative der Umweltverbände abgelehnt und den Gegenvorschlag mit 65,05 Prozent Ja-Stimmenanteil gutgeheissen.

Initiative «Windenergieprojekte vors Volk»

Kanton Neuenburg: Initiative «Windenergieprojekte vors Volk»

  • JA

    37.0%

    22'285 Stimmen

  • NEIN

    63.0%

    38'000 Stimmen

Gegenvorschlag Windenergieprojekte

Kanton Neuenburg: Gegenvorschlag: Maximum von fünf Windenergiestandorten im Kanton

  • JA

    68.0%

    40'624 Stimmen

  • NEIN

    32.0%

    19'128 Stimmen

Die Volksinitiative «Zukunft der Jura-Kreten» von Umweltverbänden wurde mit 38'000 Nein- gegen 22'285 Ja-Stimmen abgelehnt. Der Nein-Anteil betrug 60,84 Prozent.

Der Gegenvorschlag erhielt mit 40'624 gegen 19'128 Stimmen eine deutliche Unterstützung, die Stimmbeteiligung lag bei 47,39 Prozent.

Windturbinen auf dem Mont Crosin.
Legende: Der Jura ist als Standort für die Windkraft beliebt: Der Windpark auf dem Mont Crosin (Kanton Bern) besteht seit 1996. Keystone

Mit der Annahme des Gegenvorschlages des Kantonsrates werden fünf Zonen im ansonsten geschützten Neuenburger Jura in der Verfassung verankert. Gemäss Gegenvorschlag können auf diese fünf Gebiete verteilt bis zu 59 Windkraftanlagen gebaut werden.

Dies bietet der Schweizer Windenergie grosse Ausbaumöglichkeiten. Bisher sind in der Schweiz 33 Grossanlagen mit einer Leistung von mehr als 500 Kilowatt in Betrieb.

Der Kantonsrat konterte die Volksinitiative mit einem Gegenvorschlag, um die Frage nach Windenergie-Standorten ein für alle mal zu klären. Sämtliche im Kantonsparlament vertretenen Parteien standen hinter dem Gegenvorschlag.

Abstimmung über jedes Windenergieprojekt

Die Volksinitiative war von Umweltverbänden – unter anderem von Pro Natura, BirdLife und Helvetia Nostra – eingereicht worden. Sie wollte in der Verfassung verankern, dass es für den Bau von Windturbinen einen Eintrag in einen speziellen Nutzungsplan braucht.

Über jeden dieser Einträge hätte obligatorisch abgestimmt werden müssen. Die Initianten stellten sich nicht grundsätzlich gegen die Windenergie, verlangten jedoch, dass über die Windturbinen stets die Bevölkerung entscheiden kann.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Thomas Leiltlein, Meisterschwanden
    Grüne SVP Gut, die SVP und die Neuenburger Regierung haben eine weitsichtigerer Entscheidungsgrundlage vorgelegt. Sie gründet auf dem klaren Bekenntnis zur Windenergienutzung. Nur so kommen wir unserer Eigenversorgung näher. Die "Umweltverbände" favorisieren das bekannte Sankt Floriansprinzip. Eine sichere und umweltverträgliche Energieversorgung lässt sich auch unter Beibehaltung bestehender Verfahren einfach lösen. Viel Erfolg! Thomas Leitlein Präsident Förderverein Windenergie Aargau
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