Ersatzwahl in Nidwalden: Kein Entscheid im ersten Wahlgang

Die Wahl des Nachfolgers des in den Ständerat gewählten Hans Wicki (FDP) ist noch nicht entschieden. Da gleich vier Parteien den Sitz beanspruchen, war ein zweiter Wahlgang erwartet worden. Das Resultat verschlechtert die Chancen der FDP, ihren Sitz zu verteidigen.

Kandidaten für den Regierungssitz in Nidwalden

Der 59-jährige alt Landrat und Unternehmer Josef Niederberger (CVP) kam auf 6050 Stimmen. Auf dem zweiten Platz landete der 50-jährige Landrat und Landwirt Walter Odermatt (SVP) aus Stans mit 5394 Stimmen.

Damit haben sich für die FDP die Chancen verschlechtert, ihren dritten Sitz in der Nidwaldner Regierung verteidigen zu können. Ihr Kandidat, der 56-jährige Landrat und Wirt Sepp Durrer aus Wolfenschiessen, erhielt 4341 Stimmen.

Auf dem vierten Platz landete der 56-jährige Landratspräsident Conrad Wagner von den Grünen. Mit der kleinsten Hausmacht im Rücken kam er auf 3944 Stimmen. Das absolute Mehr betrug 10'083 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 69,01 Prozent.

Die Kandidaten

Die Kandidaten
Stimmen
Josef Niederberger, CVP
6050
Walter Odermatt, SVP
5394
Sepp Durrer, FDP
4341
Conrad Wagner, Grüne
3944

2. Wahlgang erwartet

Ein zweiter Wahlgang war erwartet worden. Alle Aspiranten sind Männer mit politischer Erfahrung: Wagner ist aktueller Landratspräsident, Niederberger und Odermatt waren dessen Vorgänger, Durrer war Fraktionsschef.

Die Ersatzwahl wurde nötig, weil Hans Wicki nach seiner Wahl in den Ständerat Mitte 2016 sein Regierungsamt vorzeitig abgibt. Alle drei anderen grossen Parteien des Kantons entschieden sich dafür, der FDP den dritten Regierungssitz abzunehmen.

Die FDP ist mit drei Mandaten in der Regierung übervertreten. SVP und CVP wollten deshalb die Vakanz nutzen, um einen dritten Sitz zu holen. Die Grünen wollten nach sechsjähriger Abwesenheit in die Regierung zurückkehren.