In Nidwalden gibt es keine Alternativen zum Kindergarten

Nidwalden will nichts wissen von einer Basis- oder Grundstufe anstelle des herkömmlichen Kindergartens. Die Revision des Volksschulgesetzes wurde mit 67,5 Prozent Nein-Stimmen verworfen.

Kinder sitzen im Kreis um eine ältere Frau.

Bildlegende: Die Nidwaldner Gemeinden können nicht selbst entscheiden, ob sie die Grund- und Basisstufe einführen möchten. Keystone

Die 48,5 Prozent, die abstimmten, verwarfen die Vorlage bei einem Nein-Stimmenanteil von 67,5 Prozent mit 9625 zu 4644 Stimmen. Die Abstimmung war nötig, weil die SVP das Referendum ergriffen hatte. Nidwalden sei zu klein für verschiedene Schuleintrittsmodelle. Der Kindergarten sei bewährt und teure Experimente seien unnötig.

Regierung gleicher Meinung

Die Stimmenden haben nicht nur im Sinne der SVP, sondern auch im ursprünglichen Sinne der Regierung entschieden, die am Kindergarten als einzigem Schuleintrittsmodell hatte festhalten wollen. Das Parlament entschied aber, dass den Gemeinden die Wahl zwischen Kindergarten, Grundstufe (Zusammenfassung von Kindergarten und 1. Klasse) und Basisstufe (Zusammenfassung von Kindergarten und 1./2. Klasse) offenstehen solle.

Die Befürworter der Wahlfreiheit führten positive pädagogische Erfahrungen an, die mit der Grund- und Basisstufe gemacht worden seien. Die Wahlfreiheit gebe kleinen Schulhäusern ferner mehr Spielraum.

Neues Kindergartenmodell Auf / Zuklappen

Kanton Nidwalden: Teilrevision des Volksschulgesetzes betreffend der Neuregelung der Schuleintrittsstufe

JA-Stimmen absolut: (4'644 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (9'625 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 32.5%
NEIN-Stimmen relativ: 67.5%