Solothurner investieren 28 Millionen in Hochwasserschutz

Der Hochwasserschutz entlang der Aare in der Region Olten-Aarau wird verbessert. Das Solothurner Stimmvolk bewilligte den Kredit von 27,5 Millionen Franken. Die Vorlage war unbestritten.

Hochwasserschutz Aare Auf / Zuklappen

Kanton Solothurn: Verpflichtungskredit für das Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekt Aare

JA-Stimmen absolut: (55'304 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (10'697 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 83.8%
NEIN-Stimmen relativ: 16.2%

Der Hochwasserschutz entlang der Aare in der Region Olten-Aarau kann für 27,5 Millionen Franken verbessert werden. Das Solothurner Volk hat in einer Abstimmung den kantonalen Kostenanteil für das Projekt von 14,3 Millionen Franken sehr klar gutgeheissen.

Bei einer Stimmbeteiligung von 38,29 Prozent stimmten 55'304 Solothurner für den Kredit, 10'697 lehnten diesen ab. Das Projekt im Niederamt sieht Schutzbauen wie neue Dämme vor. Auch soll das Flussbett der Aare verbreitert werden.

Der Stadtkern von Olten mit der alten Holzbrüecke und der reissenden Aare nach den ergiebigen Niederschlaegen 9. August 2007.

Bildlegende: Solche Bilder wie aus Olten im August 2007 soll es demnächst nicht geben. Dem Aare-Hochwasserschutz wurde zugestimmt. Kantonspolizei Solothurn

Die Hochwasser in den Jahren 1999, 2005 und 2007 hatten gezeigt, dass die Siedlungsgebiete entlang der Aare unterhalb von Olten nur ungenügend geschützt sind.

Das Projekt soll den Hochwasserschutz der Aare vom Wehr Winznau bis zur Kantonsgrenze Solothurn-Aargau sicherstellen. Das Ziel ist, dass bei einem Hochwasser, das im statistischen Mittel nur alle 100 Jahre eintritt, keine Schäden auftreten.

Auch Bund und Gemeinden bezahlen

Der Kanton will mit dem Projekt gleichzeitig die Naturwerte und Gewässerlebensräume aufwerten. Auch soll der Erholungswert der Flusslandschaft für die Bevölkerung gesteigert werden.

An die Gesamtkosten von 27,5 Millionen Franken werden der Bund voraussichtlich 10,4 Millionen und die Gemeinden 2,7 Millionen Franken bezahlen.

Lebensräume aufwerten

Vorgesehen sind eine Vergrösserung der Abflusskapazität durch eine Ausweitung des Flussbettes, neue Seitengerinne, Flutmulden und ein Uferabtrag. Dazu kommen Schutzbauten wie Dämme, Mauern und Terrainanpassungen im Uferbereich.

Der Kanton will mit dem Projekt gleichzeitig die Naturwerte und Gewässerlebensräume aufwerten.