Zusätzlicher Autobahnanschluss für St.Gallen weiter möglich

Das Stimmvolk der Stadt St.Gallen hat die Initiative deutlich abgelehnt.

Totale auf einen Platz.

Bildlegende: Auf dem ehemaligen Güterbahnhofareal könnte dereinst ein Autobahnanschluss entstehen. SRF/Philipp Gemperle

Das Stimmvolk der Stadt St. Gallen lehnt die Initiative «Für ein lebendiges Areal Güterbahnhof ohne Autobahnanschluss» ab. 17'270 stimmten Nein, 10'092 stimmten Ja.

Mit diesem Nein ist ein weiterer Autobahnanschluss in St.Gallen weder vom Tisch noch gutgeheissen. Der Autobahnanschluss kann nun aber weiter geplant werden.

Der Stadtrat freut sich, dass die Bürgerinnen und Bürger die Initiative klar abgelehnt haben, schreibt der Stadtrat in einer Medienmitteilung.

Die Verantwortlichen der Stadt können nun zusammen mit Bund und Kanton ein entsprechendes Generelles Projekt für dritte Röhre, Teilspange sowie Tunnel in die Liebegg weiterverfolgen und ausarbeiten. Mit diesen Massnahmen soll das städtische Verkehrsnetz entlastet und so die Mobilität aller Verkehrsteilnehmenden auf lange Sicht gesichert werden.

Das Areal

Das Güterbahnhofareal erlebte um 1900 seine Blütezeit. Aus einer Talmulde mit Bleichwiese entstand damals ein regelrechtes Logistikzentrum. Ihren Teil dazu beigetragen hatten die Eisenbahn, welche 1855 ihren Betrieb aufnahm, und die Textilindustrie. Seit den 90er Jahren gilt das Areal als Industriebrache.