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Abstimmungen SZ Höhere Steuern für reiche Schwyzer

Dem Tiefsteuerkanton Schwyz geht langsam das Eigenkapital aus. Nun folgt für Gutverdienende eine Steuererhöhung. Die Revision des Steuergesetzes wurde mit 59 zu 41 Prozent der Stimmen angenommen.

Legende: Video Schwyz sagt Ja zur Steuergesetzrevision abspielen. Laufzeit 1:23 Minuten.
Vom 28.09.2014.

Dem Tiefsteuerkanton Schwyz droht die Verschuldung. Nun haben die Stimmberechtigten eine Steuererhöhung für Gutverdienende und Vermögende beschlossen.

Die tariflichen Anpassungen sind aber so ausgestaltet, dass Schwyz das Etikett «steuerattraktiv» nicht verlieren soll. Kaspar Michel, FDP-Finanzdirektor des Kantons Schwyz, ist sehr froh über das Abstimmungsergebnis. Für ihn ist aber klar: «Es werden noch andere Massnahmen nötig sein, um den Staatshaushalt weiter zu sanieren.» Schwyz bleibe aber nach wie vor attraktiv für Reiche, sagte Regierungsrat Michel.

Steuergesetz

Kanton Schwyz: Teilrevision Steuergesetz

  • JA

    0.0%

    0 Stimmen

  • NEIN

    0.0%

    0 Stimmen

Die Revision des Steuergesetzes umfasst mehrere Punkte, wovon ein Teil Anpassungen an das geänderte Bundesrecht sind. Die Gesetzesänderungen sollen der Kantonskasse Mehreinnahmen von insgesamt 66 Millionen Franken zuführen. «Es steht nur noch die Frage offen, ob Schwyz auch den Steuerfuss anpasst.» Es werde wohl auch eine Steuererhöhung geben.

Das Eigenkapital schmilzt

Die letzte Steuersenkung datiert aus dem Jahr 2009. Seither verbesserte sich der Kanton Schwyz im interkantonalen Steuerwettbewerb. Seither wird der Staatshaushalt aber auch von Defiziten geprägt – das Eigenkapital schmolz dahin.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von R.Anderegg, Zürich
    Logisch fehlt selbst dem reichen Kanton Schwyz das Geld, wenn dieser die Sozi-Armenhäuser in den Kantonen Freiburg, Neuenburg und Jura ( am meisten Arbeitslose und Sozialfälle) finanzieren muss.
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  • Kommentar von Patrik Rüegg, Trachslau SZ
    Es wäre zu wünschen, dass der NFA die Behördeneffizienz mitberücksichtigt - je schlanker die Verwaltung, je weniger Beitrag ist zu zahlen. Dann müssten wir den Behördenapparat der Nehmerkantone nicht mitfinanzieren.
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  • Kommentar von Kurt E. Müller, Zürich
    Respekt, die Mehrheit der Schwyzer sind nicht auf die verlogene Gegenkampagne herein gefallen. Da wurde mit fetten Lettern getitelt "Finanzausgleich NFA - Fass ohne Boden - Steuererhöhung NEIN". Dabei muss ja mit oder ohne Steuererhöhung gleichviel in den NFA gezahlt werden. Der Kanton Schwyz hätte sich einfach verschulden müssen, statt die Reichen etwas mehr zur Kasse zu bitten.
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