Umstrittene Entlastungen für Schwyzer Hauseigentümer

Im Kanton Schwyz soll der Wert einer Liegenschaft neu durch eine Formel festgelegt werden. Weiter sollen die Hausbesitzer steuerlich entlastet werden. Das verlangt die Doppel-Initiative des Hauseigentümerverbandes. Am 30. November entscheidet das Stimmvolk.

Einfamilienhäuser-Quartier im Kanton Schwyz

Bildlegende: Ob Hausbesitzer im Kanton Schwyz in Zukunft entlastet werden, entscheidet das Stimmvolk. Keystone

Der Hauseigentümerverband (HEV) des Kantons Schwyz ist der Meinung, dass sich im Kanton mit dem heutigen System für Haus- und Grundeigentümer immer höhere Schätzungen und damit grössere Steuerlasten ergeben. Ausserdem führe es zu höheren Beiträgen an den nationalen Finanzausgleich.

Effekt auf den Finanzausgleich?

Das Initiative-Komitee mit Toni Dettling ist überzeugt: «Der Steuerausfall kann weitgehend durch geringere Leistungen an den nationalen Finanzausgleich (NFA) kompensiert werden.»

Regierung und Kantonsrat lehnen die Doppel-Initiative ab. Diese sei unnötig und teuer. «Das Ziel der Initianten, den NFA-Beitrag des Kantons Schwyz merklich zu vermindern, kann nicht erreicht werden», sagt Finanzdirektor Kaspar Michel.

Unterstützung bekommt der Hauseigentümerverband von der SVP. Sie hat die Ja-Parole beschlossen. FDP, CVP und SP lehnen die Doppel-Initiative ab.