Gemeindebesuch mit Thomas Jourdan und Anton Lauber

Zwei Kandidaten kämpfen um den freien Sitz in der Baselbieter Regierung: Thomas Jourdan (EVP) und Anton Lauber (CVP). Beide sind bereits Exekutivmitglieder in ihrer Gemeinde. Thomas Jourdan ist Gemeinderat in Muttenz, Anton Lauber ist Gemeindepräsident von Allschwil.

Thomas Jourdan und Anton Lauber

Bildlegende: Thomas Jourdan und Anton Lauber auf dem Dach der FHNW in Muttenz, mit Sicht Richtung Allschwil SRF

Das Regionaljournal hat beide Kandidaten gebeten, einen wichtigen Ort ihrer  Gemeinde vorzustellen. Anton Lauber lud nach Allschwil ins Gebiet Bachgraben. Dies, weil dort der wichtigste Gewerbezone der Gemeinde Allschwil sei. «Hier konnten wir über die Wirtschaftsförderung wichtige Impulse schaffen und haben erreicht, dass viele gute Arbeitsplätze entstanden sind», so Lauber. Die Wirtschaftsoffensive, welche die Regierung auf kantonaler Ebene erst noch am planen sei habe man in Allschwil bereits gemacht.

Bestandespflege und Neuansiedlung

«Der Kanton tut gut daran, bei den Firmen, die bereits hier sind, eine gute Bestandespflege zu machen», so Lauber. Aber auch das Ansiedeln neuer Firmen sei wichtig. Gegenkandidat Thomas Jourdan betont, dass der ganze Kanton von der Wirtschaftsoffensive profitieren müsse. «Die Regierung muss dem Baselbiet eine Stimme geben und muss den Kanton vorwärts bringen», so Jourdan. Und dies sei bis jetzt zu wenig geschehen. Generell sei die Regierung zu wenig geschlossen aufgetreten.

Was anders machen?

Anton Lauber würde die Wirtschaftsoffensive auch stärker in den Gemeinden verwurzeln. «Die Gemeinden dürfen nicht vergessen gehen und sie müssen in die kantonale Wirtschaftsoffensive einbezogen werden.»

In der Höhe

Thomas Jourdan wählte als Ort das Dach der Fachhochschule in Muttenz. «Das Polyfeld Muttenz steht exemplarisch für die Zusammenarbeit des Kantons und einer Gemeinde», so Jourdan. Man sehe dort, wie die Wirtschaftsoffensive vorangetrieben werden könne.

Was würde Thomi Jourdan anders machen bei der Zusammenarbeit mit den Gemeinden, wäre er Regierungsrat? «Nehmen wir das Beispiel des Gaskombikraftwerks», so Jourdan. Muttenz habe nichts von dem geplanten Standort gewusst und sei vom Kanton nicht einbezogen worden. «Das würde ich anders machen.»

Anton Lauber betont, dass man sich fragen müsse, ab wann die Regierung mit den Gemeinden zusammenarbeiten will. Binde man die Gemeinde zu früh ein, so könnten Leerläufe entstehen. «Aber mit einem frühen Dialog liessen sich Schwierigkeiten verhindern.»