Abstimmungen und Wahlen in Kantonen und Gemeinden

Neben den drei eidgenössischen Vorlagen stehen heute in elf Kantonen Sachabstimmungen an. In Glarus wird eine neue Regierung gewählt, im Thurgau kommt es zu einer Ersatzwahl. In Zürich und Winterthur werden der Stadtrat und das Parlament neu bestellt.

Auf kantonaler wie auch auf kommunaler Ebene gibt es für die Stimmbürger viel zu tun. So sind in drei Kantonen (LU, SO und GR) Steuerfragen ein Thema. Im Bündnerland beispielsweise entscheiden die Stimmenden, ob sie die Kirchensteuer für Unternehmen abschaffen wollen.

In Bern muss sich das Volk zum Hooligan-Konkordat äussern. Im Stadtkanton Basel wird über eine Geschlechterquote in Verwaltungsräten staatsnaher Betriebe entschieden. Spannend könnte es auch im Kanton Tessin werden. Hier befinden die Tessiner über eine Verfassungsänderung, welche es vorbestraften Kandidaten verunmöglicht, sich für ein Regierungs- oder Parlamentsmandat zu bewerben.

Im Baselbiet steht eine Initiative zur Förderung von Wohneigentum auf dem Stimmzettel. Diese soll die auf eidgenössischer Ebene gescheiterten Bausparinitiativen ersetzen. In Freiburg wird über zwei Kredite für Neubauten in der Gesamthöhe von fast 90 Millionen Franken entschieden.

Wahlen in zwei Kantonen

Im Thurgau und in Glarus wird am Sonntag gewählt. Praktisch eine Formsache ist die Ersatzwahl in die Regierung im Thurgau. Für die CVP ist die Stettfurterin Carmen Haag am Start. Ihrer Mitstreiterin, der parteilosen Gabi Coray, werden kaum Chancen eingeräumt.

In Glarus kommt es zur Gesamterneuerungswahl der Kantonsregierung. Insgesamt sind sechs Kandidaten für den fünfköpfigen Regierungsrat ins Rennen gestiegen.

Zürich und Winterthur wählt

Auf Gemeindeebene stechen vor allem die Gesamterneuerungswahlen in Zürich hervor. In der Limmatstadt könnte es zu einem spannenden Rennen ums Stadtpräsidium kommen. Der FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger fordert die sozialdemokratische Amtsinhaberin Corine Mauch heraus. Der ehemalige Journalist beim Schweizer Fernsehen will so auch den zweiten Sitz in der Stadtregierung für den Freisinn zurückerobern. Dieser ging bei der Ersatzwahl 2013 an die Alternative Liste verloren.

Bei den Wahlen ins Zürcher Stadtparlament bewerben sich 1119 Personen um die 125 Sitze. Erstmals dabei ist die BDP. Die 5-Prozent-Hürde wird für sie matchentscheidend sein.

In Winterthur stehen ebenfalls Stadtrats- und Gemeinderatswahlen an. Bei der Stadtregierung bewerben sich alle sieben Bisherigen um eine Wiederwahl. Herausgefordert werden sie von drei Kandidaten. Die intaktesten Chancen hat wohl Josef Lisibach von der SVP.

Kommunale Abstimmungen

Das Stimmvolk wird auch in zahlreichen Gemeinden zu Sachvorlagen an die Urne gerufen. In Au-Heerbrugg wird über ein Kopftuchverbot an der Primarschule entschieden. In der Bündner Gemeinde St. Moritz steht ein Kredit für die Ski-WM 2017 auf dem Stimmzettel. Mit 12 Millionen Franken soll die Skiinfrastruktur für die WM in drei Jahren auf den neusten Stand gebracht werden.

Abstimmungsservice

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