Wallis sagt Ja zur dritten Rhonekorrektion

Neuer Hochwasserschutz entlang der Rhone: 57 Prozent der Stimmenden sagen Ja zur Vorlage. Rund zwei Milliarden Franken sollen verbaut werden.

Fluss und Bäume

Bildlegende: Die Rhone bei Visp: Die Gefahr von Hochwasser wird nun vermindert. Keystone

Die dritte Rhonekorrektion kommt beim Volk durch. Für rund zwei Milliarden Franken wird der Kanton in den nächsten Jahren den Hochwasserschutz entlang des Flusses erneuern. Zahlreiche Hochwasserverbauungen sollen im Fluss angebracht werden. Es handelt sich um Bauprojekte zwischen Brig und dem Genfersee.

Karte des Wallis

Bildlegende: Gefahrenkarte entlang der Rhone. zvg

Nun hat das Stimmvolk einem Finanzierungsfonds für das Grossprojekt zugestimmt. Regierung und Parlament hatten die Vorlage zur Annahme empfohlen. Die heutige Gefahrenlage sei «nicht hinnehmbar», hiess es in der Abstimmungsbotschaft. Für einen Grossteil der Rhoneebene herrsche heute Überschwemmungsgefahr.

Gegner überstimmt

Ein Referendumskomitee aus SVP und landwirtschaftlichen Kreisen hatte die Vorlage bekämpft, wegen des Kredits und wegen des Landes, das für die Verbauungen gebraucht wird.

Die Kantonsbehörden hielten den Einwänden in der Abstimmungsbotschaft entgegen: «Sämtliche Alternativen, mit denen man durch systematische Vertiefung des Flussbetts oder Erhöhung der Dämme den Bedarf an Landwirtschaftsflächen verringern wollte, wurden nach eingehender Prüfung verworfen.» Nun ist also das Stimmvolk den Argumenten von Regierung und Parlament gefolgt.