Zum Inhalt springen

Abstimmungen ZG «Ein Sparpaket ist für Zug eine neue Erfahrung»

Die Zugerinnen und Zuger stimmen am 27. November 2016 zum ersten Mal über diverse Sparmassnahmen im Entlastungsprogramm 2015-2018 ab. Es geht um Einsparungen von 40 Millionen Franken. Zur Abstimmung kommt es, weil das Komitee «Allianz für ein lebenswertes Zug» das Referendum ergriffen hat.

100 Seiten stark ist das Abstimmungsbüchlein des Kantons Zug und erklärt sämtliche Sparmassnahmen.
Legende: 100 Seiten stark ist das Abstimmungsbüchlein des Kantons Zug und erklärt sämtliche Sparmassnahmen. SRF Radka Laubacher

Der Kanton Zug schreibt seit 2013 rote Zahlen. Es gibt mehrere Gründe für diese Entwicklung. Die Steuereinnahmen steigen weniger stark an, die Beiträge der Nationalbank sinken, der Kanton erbringt immer mehr Leistungen und die Zuger Zahlungen in den Nationalen Finanzausgleich (NFA) steigen jedes Jahr an.

Im Entlastungsprogramm 2015-2018 geht es um rund 50 Sparmassnahmen, die 40 Millionen Franken einsparen. Die Zuger Stimmbürger können sich an der Urne äussern, weil das Komitee «Allianz für ein lebenswertes Zug» gegen das Entlastungsprogramm das Referendum ergriffen hat.

Auszüge aus den Sparmassnahmen im Entlastungsprogramm 2015-2018

  • Die Zuger Gemeinden leisten einen Solidaritätsbeitrag: 18 Mio.
  • Beförderungssumme für das Staatspersonal wird während zwei Jahren halbiert 2,6 Mio.
  • Zusammenlegung von Polizeiposten: 195 000 Franken
  • Pendlerabzug maximal 6000 Franken (bisher: unbeschränkt)
  • Eigen- und Fremdbetreuungsabzug Kinder maximal 3000 Franken (bisher: 6000 Franken)
  • Persönliche Auslagen für Bezüger von Ergänzungsleistungen maximal 400 Franken im Monat (bisher: 536 Franken)

Es ist für Zug das erste Sparpaket seit Jahrzehnten. Aktive Kantonsrätinnen und Kantonsräte können sich auf jeden Fall in einer Umfrage «an keines erinnern». Für viele ist deshalb klar: Das Abstimmungsresultat vom 27. November 2016 habe «Signalwirkung für Zug», bei einem Ja genauso wie bei einem Nein.

Regionaljournal Zentralschweiz 17:30 Uhr

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von marc rist (mcrist)
    Diese Vorlage hat kaum eine Chance vor dem Volk. Der Kanton Zug leidet weniger an einem Ausgaben- als vielmehr an einem Einnahmen-Problem. Die Besteuerung der Unternehmen ins Bodenlose senken und nach wie vor erwarten die Rechnung ginge weiterhin auf, ist schon etwas gar blauäugig, NFA hin oder her.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen