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Abstimmung Kanton Zug Quote für preisgünstige Wohnungen

Wohnen im Kanton Zug ist teuer und günstige Wohnungen rar. Laut den beiden Zuger Jungparteien – Juso und Junge Alternative die Grünen – hat es die Politik versäumt, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. In ihrer Initiative fordern sie deshalb eine verbindliche Vorgabe: Bis in 20 Jahren sollen 20 Prozent der Wohnungen im Kanton Zug (Stand 2013: 55'000 Wohnungen) preisgünstig vermietet werden.

Es war ein Leichtes für dieses Anliegen auf den Zuger Strassen Unterschriften zu sammeln. Häufig war die Reaktion: Endlich macht mal jemand etwas.
Autor: Anna SpeschaJuso-Gemeinderätin Stadt Zug

Anders beurteilen die bürgerlichen Zuger Politiker die Initiative. Diese braucht es aus ihrer Sicht nicht. Die aktuelle Gesetzgebung genüge. Der Kanton vergünstigt bereits Mietzinsen. Wer davon profitiert ist klar geregelt und abhängig vom Einkommen und Vermögen. Skeptisch, ob die Initiative die Zuger Wohnprobleme löst, ist auch die Allgemeine Wohnbaugenossenschaft Zug.

Wir sehen das Problem beim knappen Bauland in Zug. Dazu kommt die Konkurrenz beispielsweise von Pensionskassen.
Autor: Patrice RiedoPräsident Allgemeine Wohnbaugenossenschaft Zug

Aufgrund der Negativzinsen auf dem Finanzmarkt würden in diesen Tagen die Pensionskassen ihr Geld in den Wohnungsbau investieren, so die Erfahrung von Wohnbaugenossenschaften. Und mit den Preisen könnten sie nicht mithalten. Die Zugerinnen und Zuger stimmen über die Initiative «für bezahlbaren Wohnraum» am 21. Mai 2017 ab.

2 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Endlich macht mal jemand etwas, bisanhin versucht man es in Zug. Bezahlbarer Wohnraum ist aber in der ganzen Schweiz gefragt. Immer mehr Pensionskassen investieren ihr Geld in den Wohnungsbau und diese neuen Wohnungen sind für den Otto-Normalverbraucher sind bezahlbar. Warum übernimmt der Bund und die Gemeinden nicht mehr Verantwortung für die sozial Schwächeren? Wo finden Flüchtlingen bezahlbare Wohnungen, wer hilft ihnen? (Gemeinde)?
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    1. Antwort von Verena Casagrande (Verena Casagrande)
      Der Bund interessiert sich doch nicht für sozial Schwächere!!
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