Stadtzuger Landis+Gyr Gebäude scheidet die Geister

Die Stadt Zug stimmt am 25. September über die Zukunft des ehemaligen Landis+Gyr Gebäudes ab. Erst 2012 hatte das Stimmvolk Ja gesagt, dass die Stadt den Bürokomplex beim Bahnhof kaufen darf. Nun will eine Doppel-Initiative den Kauf rückgängig machen und die Stadtverwaltung in der Altstadt lassen.

Plakate der Gegner und der Befürworter in der Stadt Zug.

Bildlegende: Die Befürworter befürchten ein finanzielles Risiko. Die Gegner sprechen von einer destruktiven Initiative. SRF

Bei einer Volksabstimmung vor vier Jahren in der Stadt Zug sprach sich eine Mehrheit für den Kauf des ehemaligen Landis+Gyr Gebäudes in der Nähe des Bahnhofs aus. Rund 52 Millionen Franken liess sich die Stadt den Kauf der Liegenschaft kosten. In den Büroräumen sollte dereinst die ganze Zuger Stadtverwaltung unter einem Dach untergebracht werden. Die restlichen Büros des grossen Gebäudes sollten vermietet werden.

Mit Doppel-Initiative zum Ziel

Mit der Initiative «Ja zu gesunden Stadtfinanzen» will ein Komitee das ehemalige L+G Gebäude nun wieder verkaufen. Mit einer zweiten Initiative unter dem Namen «Ja zur historischen Altstadt» soll der Wegzug der Stadtverwaltung aus der Altstadt verhindert werden.

Aus der Sicht von Andreas Kleeb vom Befürworter-Komitee birgt das Gebäude für die Stadt Zug ein finanzielles Risiko, wegen der anstehenden Renovationen. Zudem zweifelt er an den erhofften Synergien bei einer zentralen Stadtverwaltung im L+G Gebäude.

«Und dann ist es Kultur und Tradition bei uns, dass die Stadtverwaltung in der historischen Altstadt verankert ist. Das prägt die Altstadt und diese prägt die Arbeit der Verwaltung.»

Volksentscheid akzeptieren

Das gegnerische Komitee argumentiert mit den Vorteilen, welche eine zentral gelegene Verwaltung unter einem Dach im ehemaligen L+G Gebäude in der Nähe des Bahnhofs hätte. Für Philip Brunner ist diese Doppel-Initiative zudem eine Zwängerei: «Wir dürfen den Volksentscheid von 2012 nicht missachten. Nicht zuletzt, weil das Haus auch finanziell einen schönen Betrag abwerfen wird.»

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr