Mit dem Tram über die Hardbrücke

In Zürich soll die Tramlinie 8 über die Hardbrücke bis zum Escher-Wyss-Platz verlängert werden. Der Kanton soll 76,4 Millionen Franken daran bezahlen. Im Weiteren befinden die Stimmbürger des Kantons über den Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen und über Klassengrössen in der Volksschule.

Der Zürcher Kantonsrat und das Stadtparlament haben dem Bau deutlich zugestimmt. Das neue Tramprojekt samt Ausbau des Bahnhofs Hardbrücke kostet 129,6 Millionen Franken. Die Kosten werden von Bund, Kanton und Stadt Zürich gemeinsam getragen. Der grösste Anteil mit rund 76 Millionen Franken entfällt auf den Kanton. Über diesen Beitrag stimmt die Bevölkerung am 30. November 2014 ab.

Die SVP befürchtet, dass die Autofahrer durch die neue Tramlinie massiv behindert werden, obwohl das Tram die Busspuren nutzt. Sie hat deshalb als einzige Partei das Referendum ergriffen. Segnen die Stadtzürcher den Kredit ab, kann das Tram 8 ab Dezember 2017 über die Hardbrücke fahren.

Umstrittene Initiative für das Nadelöhr Stadelhofen

Züge fahren in den Bahnhof Stadelhofen ein.

Bildlegende: Der VCS möchte den Bahnhof Stadelhofen so schnell wie möglich erweitern. SBB

Auf kantonaler Ebene kommt auch eine Initiative des VCS vors Volk. Diese will den Ausbau des pannenanfälligen Bahnhofs Stadelhofen um ein viertes Gleis vorantreiben. Die Initianten schlagen vor, dass der Kanton Zürich zu einer «kantonalen Kreditvorlage» verpflichtet werden soll. Würde der Kanton den Bau initiieren, so die Rechnung des VCS, könnte das Projekt beschleunigt werden.

Regierungsrat und Kantonsrat finden ein Vorpreschen aus Zürich nicht nötig. Ein viertes Gleis werde damit nicht wesentlich früher gebaut. Abgesehen davon, sei der Ausbau beim Bund aufgegleist und die Finanzierung gesichert.

Schulklassen auf 20 Kinder beschränken?

Ein Lehrer hilft einem Schüler.

Bildlegende: Wenn es nach der EVP geht, sollen in Zürich die Volksschul-Klassen höchstens 20 Schüler haben. Keystone

Eine weitere kantonale Initiative verlangt eine Beschränkung der Schulklassen auf höchstens 20 Kinder. Urheber der Initiative ist die EVP. Von kleineren Klassen erhoffen sich die Befürworter, dass Lehrer effizient entlastet werden. Ein Gegenvorschlag zur Klassengrössen-Initiative fordert stattdessen für grosse Klassen zusätzliche Lehrpersonen. Der Zürcher Regierungsrat lehnt die Initiative und den Gegenvorschlag ab.