Zonen für günstiges Wohnen - der richtige Weg gegen hohe Mieten?

Zürcher Gemeinden sollen im Wohnungsbau mehr Handlungsfreiheit erhalten – und Zonen für preisgünstiges Wohnen festlegen können. Dies verlangt die Vorlage, die am 28. September zur Abstimmung kommt. Sinnvolle Ergänzung oder fataler Eingriff in den Markt? Ein Streitgespräch.

Unterschiedliche Ansichten zu den Zonen für günstiges Wohnen: Gegner Albert Leiser, Befürworter Philipp Kutter.

Bildlegende: Unterschiedliche Ansichten zu den Zonen für günstiges Wohnen: Gegner Albert Leiser, Befürworter Philipp Kutter. Keystone

Wer auf Wohnungssuche ist, hat ein hartes Los - günstige Wohnungen sind immer seltener, nicht nur in der Stadt, sondern auch in der Agglomeration. Die Vorlage, die am 28. September 2014 im Kanton Zürich zur Abstimmung kommt, will dies ändern. Sie verlangt, dass Gemeinden Zonen für günstigen Wohnraum schaffen können.

Sie können beispielsweise bei einer Aufzonung einen Mindestanteil bestimmen, wo höchstzulässige Mietpreise gelten. In diesen Zonen werden also Mietzinsobergrenzen festgelegt. Dazu müsste das Planungs- und Baugesetz entsprechend geändert werden.

Höhere Mieten oder bessere soziale Durchmischung ?

Im Streitgespräch des «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» treffen Albert Leiser und Philipp Kutter aufeinander.

Albert Leiser ist Direktor des Zürcher Hauseigentümerverbands und Zürcher FDP-Gemeinderat. Für ihn ist klar, bei einer Annahme dieser Vorlage steigen die Mieten und «der Schuss geht nach hinten los».

Philipp Kutter ist CVP-Fraktionschef im Kantonsrat. Sein Hauptargument für ein Ja ist die Sorge um die soziale Durchmischung einer Gemeinde. Als Stadtpräsident von Wädenswil mache er die Erfahrung, «dass selbst Menschen mit Durchschnittseinkommen unter Druck geraten und fortziehen müssen».

Parolen

Ja:
SP, Grüne, AL, CVP, EVP

Nein:
SVP, FDP, BDP, EDU