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Kommunale Abstimmung Knie und Co. dürfen auf dem Sechseläutenplatz bleiben

Volksinitiative «Freier Sechseläutenplatz»

Stadt Zürich: Änderung Allgemeine Polizeiverordnung: Benutzungsordnung Sechseläutenplatz

  • JA

    32.4%

    27'991 Stimmen

  • NEIN

    67.6%

    58'289 Stimmen

  • Die Zürcherinnen und Zürcher lehnen die Initiative für einen freien Sechseläutenplatz mit 67,6 Prozent Nein-Stimmen ab. 61,5 Prozent der Stimmenden sagen Ja zum Gegenvorschlag des Stadtrates.
  • Das Projekt «Tagesschulen» findet breite Zustimmung. 77,3 Prozent der Stimmenden geben grünes Licht für die Pilotphase II.
  • Auf dem Koch-Areal wird das Projekt der Stadt realisiert. Die Initiative der FDP, die einen Verkauf des Areals an Private wollte, wird deutlich abgelehnt.
Das Zelt des Circus Knie auf dem Zürcher Sechseläutenplatz.
Legende: Der Platzkampf um den Zürcher Sechseläuteplatz ist entschieden: Knie und Co. werden nicht eingeschränkt. Keystone / Archiv

Bei der Initiative «Freier Sechseläutenplatz» ging es um die Frage, wie viele Tage im Jahr der neu gestaltete Platz beim Zürcher Bellevue frei zugänglich sein soll. Die Volksinitiative hatte 300 Tage verlangt, der Gegenvorschlag des Stadtparlamentes schlug 185 Tage vor.

Im bisherige Nutzungskonzept galt, dass der Platz an mindestens 180 Tagen der Öffentlichkeit frei zur Verfügung stehen soll. Das wollten Mitgliedern der SP, der Grünen und der Alternativen Liste ändern. Die Zürcherinnen und Zürcher wollen aber am Status quo mehr oder weniger festhalten. Sie sagen Nein zur Initiative und Ja zum Gegenvorschlag des Gemeinderates.

Der Abstimmungssonntag am 10. Juni

Nebst der Abstimmung über den Sechseläuten-Platz wurde in der Stadt Zürich über neun weitere Vorlagen abgestimmt:

  • Ausbau Tagesschulen: Bis ins Jahr 2022 wird es in der Stadt Zürich 30 Tagesschulen, Link öffnet in einem neuen Fenster geben. 77,3 Prozent der Stimmenden sagten Ja zu einem Kredit von 75 Millionen Franken. Damit wird die Pilotphase II des Projekts finanziert. Es ist die erste Abstimmung über die Tagesschulen in der Stadt Zürich. Sie galt deshalb als Stimmungstest. Alle Parteien ausser der SVP befürworteten die Vorlage.
  • Wie weiter auf dem Koch-Areal? Zur Auswahl standen zwei Vorlagen: Die Zürcher Stimmbevölkerung hat der Vorlage des Stadtrats mit 72,7 Prozent Ja-Stimmen zugestimmt. 350 gemeinnützige Wohnungen, ein Gewerbehaus und ein Park sollen nun auf dem Koch-Areal gebaut werden. Der Kredit beträgt insgesamt rund 42 Millionen Franken. Mit 65,1 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt hat die Bevölkerung die Volksinitiative «Wohnen und Leben auf dem Koch-Areal» der FDP. Die Initiative verlangte, dass die Stadt das Areal an Private verkauft. Auch diese sollten Wohnungen, ein Gewerbehaus und einen Park bauen. Von den Wohnungen sollte jedoch nur ein Drittel gemeinnützig sein.
  • Gartenareal Dunkelhölzli: Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sagen mit 72,8 Prozent Ja zu einem Objektkredit von rund 10 Millionen Franken. Damit soll das Wirtschaftsgebäude erneuert werden, ein Bach wird geöffnet, es gibt einen Hochwasserschutz und Geld für archäologische Grabungen. Gegen die Vorlage waren SVP und FDP. Sie kritisierten vor allem die hohen Kosten.

Weitere, unumstrittene Vorlagen

  • Bürogebäude Eggbühlstrasse: Die Zürcher Stimmbevölkerung hat einem Kredit von rund 119 Millionen Franken mit 72,7 Prozent Ja-Stimmen zugestimmt. Damit soll das Bürogebäude an der Eggbühlstrasse 21/23/25 in Zürich Seebach saniert werden.
  • Wohnsiedlung Herdern: Die Stadt plant eine neue Wohnsiedlung. Die Bevölkerung hat einen Objektkredit von rund 28 Millionen Franken mit 74,7 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissen.
  • Ausbildungszentrum Rohwiesen: Es gibt ein neues Zentrum für alle Blaulichtorganisationen und eine neue Sporthalle für die Primarschule Auzelg. Die Zürcherinnen und Zürcher haben einem Objektkredit von rund 118 Millionen Franken mit 85,5 Prozent Ja-Stimmen zugestimmt.
  • Areal Herdern: Das EWZ kann seinen Stützpunkt auf dem Areal Herdern in Zürich-West ausbauen und bestehende Gebäude instandsetzen. Die Stimmbürger haben einem Kredit von rund 57 Millionen Franken mit 83,7 Prozent Ja-Stimmen zugestimmt.
  • Grundstück Mühleweg: Die Kriminalabteilung der Stadtpolizei erhält einen Neubau. Das Stimmvolk hat einen Kredit von 82 Millionen Franken mit 81,8 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissen.