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Abtreibungsfinanzierung Abtreibungsfinanzierung: Gegner machen gegen Initiative mobil

Nach den Initianten haben nun auch die Gegner der Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» den Abstimmungskampf aufgenommen. Sie nennen unter anderem das propagierte Einsparungspotenzial ein vorgeschobenes Argument und sparen auch sonst nicht mit Kritik.

Legende: Video Gegner der «Abtreibungs-Initiative» legen ihre Argumente dar abspielen. Laufzeit 1:20 Minuten.
Aus Tagesschau vom 12.12.2013.

Das gegnerische Komitee sieht die Volksinitiative zur Abtreibungsfinanzierung als Angriff auf die Fristenregelung. Das Recht der Frau, frei über ihren Körper zu bestimmen, beinhaltet laut den Gegnern auch das Recht, ohne finanzielle Not über einen Schwangerschaftsabbruch zu entscheiden.

«Ein Ja könnte das Solidaritätsprinzip gefährden»

Den Initianten gehe es nicht um tiefere Krankenkassenprämien, sagte die Berner GLP-Nationalrätin Kathrin Bertschy. Sie beabsichtigten vielmehr, «ihre fundamentale Lebensanschauung im Leistungskatalog der Grundversicherung zu verankern.»

Bertschy erinnerte daran, dass das Gesundheitssystem auf Solidarität beruhe, und zwar unabhängig davon, was die Ursache dafür sei. Andernfalls müssten auch die Folgekosten von Alkohol- und Tabakkonsum aus der Grundversicherung gekippt werden.

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43 Kommentare

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  • Kommentar von Franziska Widmer, Münsingen
    Seit nunmehr 30 Jahren ist Frau Rey unermüdlich am Kämpfen, damit Schwangerschaftsabruch legalisiert und von der Krankenkasse auch übernommen wird. Wieviele Kindlein durften wohl das Licht des Lebens nie erblicken, weil die Stimme von Frau Rey lauter ertönte, als das leise Wimmern im Mutterleib? Weshalb hören die werdenden Mütter nicht auf ihr schutzloses, hilfloses Geschöpf, das da wie ein Wunder in ihrem Bauch heranwächst und schreit "bitte lass mich leben!"
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  • Kommentar von Anne-Marie Rey, Zollikofen
    Schwangerschaftsabbrüche machen grade mal 0,03% der Kosten der Krankenkasse aus. Ein absolut vernachlässigbarer Betrag. Die Initiative würde nur die ärmsten Frauen treffen, die den Abbruch nicht mehr bezahlen könnten. Etliche unter ihnen würden wohl in der Verzweiflung zu billigen - aber gefährlichen - do-it-yourself-Methoden greifen. Andere müssten sich das Geld vom Grundbedarf ihrer Familie wegsparen. Die Initiative ist daher gefährlich, ungerecht, asozial, unethisch.
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  • Kommentar von Franziska Widmer, Münsingen
    Ein Menschenleben doch viel mehr wert als es wert ist, über Kosten zu diskutieren! Also bitte, ihr lieben erwachsenen "Lover", wie könnt ihr einander achten und "lieben" und die Frucht, die daraus entsteht, einfach verachten und in den Abfall werfen! Wie sind doch die Menschen heutzutage egoistisch geworden, denken nur an sich und ihre Interessen. Das Verursacher-Prinzip sollte einfach angewendet werden: Es soll derjenige bezahlen, der die Kosten verursacht und beansprucht! Punkt.
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