Gewerkschaftsbund lanciert Initiative «AHVplus»

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) startet am Dienstag die Unterschriftensammlung zur Initiative «AHVplus». Der SGB fordert damit für Alleinstehende zusätzlich 200 Franken AHV pro Monat. Paare sollen 350 Franken mehr erhalten. Die Kosten soll eine nationale Erbschaftssteuer berappen.

Die Initiative «AHVplus» des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) fordert 10 Prozent höhere Altersrenten. Dies koste 3,6 Milliarden Franken mehr als heute, so der SGB.

Senioren sitzen in Rapperswil-Jona (SG) am Ufer des Zürichsees auf einer Bank. (Keystone)

Bildlegende: Insbesondere Frauen sollen von einer höheren AHV profitieren, weil ihre Pensionskassenrenten oft kleiner sind. Keystone

Die teureren AHV-Renten sollen teilweise durch eine nationale Erbschaftssteuer finanziert werden. Dadurch sollen jährlich 2 Milliarden Franken eingenommen werden.

Zudem schlägt der SGB vor, die Tabaksteuer direkt in die AHV fliessen zu lassen – anstatt den Umweg über die Bundeskasse zu machen. Davon erhofft sich der SGB nochmals 2,2 Milliarden Franken.

Monatlich 200 Franken mehr Rente

Insbesondere Frauen sollen von einer höheren Altersrente profitieren. Sie erhielten aufgrund von Mutterschaft und Kinderbetreuung oft nur kleine Pensionskassenrenten, argumentiert der SGB. Eine Stärkung der AHV sei zudem auch für junge Menschen interessant. Privates Sparen sei teurer, da auch Banken und Versicherungen mitverdienten.

Paul Rechsteiner, SP-Ständerat (SG), erklärt gegenüber der «Tagesschau» die Notwendigkeit mit fehlenden Anpassungen in den letzten Jahrzehnten. Die Finanzierung macht ihm keine Sorgen.

Konkret soll «AHVplus» zu einer zusätzlichen monatlichen Rente von 200 Franken für Alleinstehende führen. Ehepaare hätten gemäss den Berechnungen des SGB 350 Franken mehr zur Verfügung. Unterstützt wird die Initiative von der SP, den Grünen, Lehrerverbänden und Rentnerorganisationen.

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Rechsteiner erklärt AHVplus

1:04 min, vom 11.3.2013