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Abstimmungen 18.5.2014 Diese Vorlagen erhitzten die Gemüter

Über vier Vorlagen wird heute abgestimmt – doch nur drei gaben wirklich zu reden. Eine Auswertung der Reaktionen in Social Media und in den Kommentarspalten zeigt, welche Themen die öffentliche Debatte prägten.

Legende: Video Reaktionen auf die Abstimmungsberichterstattung abspielen. Laufzeit 04:07 Minuten.
Aus News-Clip vom 19.05.2014.

Die Diskussionen über die heutigen Abstimmungsvorlagen begannen früher als sonst. Die Beschaffung der neuen Gripen-Kampfflugzeuge, wie auch ein genereller Mindestlohn sind Themen, welche die Bevölkerung bereits seit Jahren beschäftigen. Deshalb ist es nicht weiter erstaunlich, dass diese Vorlagen auch in Social Media und in den Kommentarspalten für reichlich Diskussionsstoff sorgten.

Analysiert man die Reaktionen in sozialen Netzwerken und den Kommentarspalten auf Schweizer Newsplattformen, kommt man zum Schluss, dass die Mindestlohn-Initiative, die Beschaffung des Kampfflugzeuges Gripen und die Pädophilen-Initiative besonders viel Resonanz auslösten.

Dies zeigt eine Auswertung der Onlineplattform Themenpuls, bei welcher die Reaktionen auf die Berichterstattung in den vergangenen drei Monaten ausgewertet wurden.

Während bei der Mindestlohn-Initiative die Debatte vor allem zwischen Mitte März und Anfang April geführt wurde, fanden die Diskussionen über die Beschaffung des Gripen-Kampfflugzeuges hauptsächlich zwischen Mitte und Ende April statt.

Je zwei Ereignisse fallen bei der Auswertung besonders ins Gewicht. Bei der Mindestlohn-Initiative sind dies:

  • Eine erste Abstimmungsumfrage im Auftrag des «SonntagsBlick» Mitte März (online nicht verfügbar). Bei dieser wurden 1017 Personen vom Meinungsforschungs-Institut Léger befragt. Das Resultat: Eine Mehrheit von 52 % würde die Mindestlohn-Initiative annehmen.
  • Einige Tage später bewegen zwei Interviews die Leserschaft. Es sind dies ein Gespräch, Link öffnet in einem neuen Fenster mit dem Waadtländer SP-Ständerat Pierre-Yves Maillard in «Le Matin» und ein Interview, Link öffnet in einem neuen Fenster mit Migros-Chef Herbert Bolliger in «20 Minuten».

Ebenfalls zwei Ereignisse bestimmen die Debatte im Netz über den Kauf neuer Kampfflugzeuge:

  • Sein Auftritt in der «Rundschau» Mitte April gab zu reden: Bundesrat Ueli Maurer ist Gast in der Politsendung und teilte dort unter anderem gegen die Medien aus. Auch Tage nach der Sendung ist das Interview mit dem Verteidigungsminister noch Gespräch auf Social Media und in den Kommentarspalten.

Kein Interesse an Hausarztmedizin-Vorlage

Im Vergleich mit den beiden vorangehenden Vorlagen fällt die Initiative «Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen» klar ab. Obwohl auch bei diesem Thema ein Abstimmungskampf geführt wurde, ist die Zahl der Reaktionen deutlich tiefer.

Fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat zudem der Abstimmungskampf zum «Bundesbeschluss über die medizinische Grundversorgung» stattgefunden. Gerade mal ein Artikel schaffte es in die Auswertung von Beiträgen mit mindestens 50 Reaktionen.

Diese Auswertung widerspiegelt sich auch in den Suchresultaten von Google. Allerdings scheint hier der Begriff «Gripen» für mehr Verwirrung zu sorgen, schwimmt doch das Suchwort – jedoch nur bei einer kleinen Stichprobe von Ergebnissen – oben auf.

Die Diskussionen sind noch längst nicht beendet. Über den Hashtag #abst14, Link öffnet in einem neuen Fenster auf Twitter und über die Facebook-Seite, Link öffnet in einem neuen Fenster von SRF News können Sie sich heute und auch im Nachgang zur Abstimmung an der Debatte beteiligen.

Ihre Meinung interessiert uns. Einen Teil Ihrer Reaktionen nehmen wir im «Abstimmungsstudio» auf SRF 1 ab 12.30 Uhr auf.

Tweets zu #abst14

Reaktionen pro Tag

Mindestlohn-Initiative: 178
Gripen-Beschaffung: 84
Pädophilen-Initiative: 69

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Tanja Brumund, Oldenburg
    Die Wahl ist ungültig Habe ,mein Stimmzettel erst Freitag bekommen,und ich lebe in Deutschland. SKANDAL Wahl ist somit nicht rechtens
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  • Kommentar von T. Eyer, Glis
    Es ist normal dass vorallem leute über 30 sich für politik interessieren. Glaube kaum, das irgedwas besser würde wenn mehr junge politisieren oder öfter zur urne gingen. politik scheint für junge meist langweilig, kompliziert und die machtverhältnisse unveränderbar. So bleibts eine sache der reiferen bürger. Wies ausschaut, fahren wir alle eigentlich sehr gut damit!
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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Ein Werbespot betreffend Europa-Wahlen der Piraten-Partei in Deutschland gesehen, tönte es von der jungen Sprecherin während 1 Minute:" Ich will, ich will, ich will, ich will." Leider Mentalität vieler jungen Studierenden, ohne Gegenleistung immer nur "van den anderen" einzufordern. So sind es stets Junge, welche Selbstverantwortung für ihr Leben übernommen haben ZUSAMMEN mit der älteren Generation, welche wirklich etwas bewegen.
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