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Ecopop-Initiative Bäumle: «Wir stehen vor zwei entscheidenden Jahren»

Die Delegierten der Grünliberalen haben in Zug die Ecopop-Initiative und die Initiative zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung zur Ablehnung empfohlen.

Porträt von Martin Bäumle.
Legende: Bäumle kritisierte FDP und CVP. Keystone

Die Parolen für den nächsten eidgenössischen Urnengang am 28. September hatten die Grünliberalen bereits früher gefasst.

Dabei lehnen sie die Initiative für die Einheitskrankenkasse und die Mehrwertsteuerinitiative von Gastrosuisse ab. Präsident Martin Bäumle sagte vor den Delegierten, die Grünliberalen stünden vor zwei entscheidenden Jahren. Neben den eidgenössischen Wahlen 2015 stehe die Abstimmung über die eigene Initiative «Energie- statt Mehrwertsteuer» an.

Jetzt, wo der Atomausstieg konkrete Massnahmen und nicht mehr Lippenbekenntnisse erfordere, trenne sich bei der Energiewende die Spreu vom Weizen. «Während die FDP Atomstrom und Treibstoffe weiterhin mit Samthandschuhen anfasst, setzt die CVP auf Subventionen», kritisierte er. Die Initiative der Grünliberalen sei das liberale Gegenmittel.

Bäumle im Amt bestätigt

Mit 115 zu 2 Stimmen sprachen sich die GLP-Delegierten gegen die Ecopop-Initiative aus, die frühestens am 30. November zur Abstimmung kommt. Sie sei ökologisch nicht nachhaltig und greife auch bei der Familienplanung zu kurz. Sie führe die Schweiz zudem in die wirtschaftliche Isolation, weil sie mit den bilateralen Verträgen nicht kompatibel sei.

Die Initiative für die Abschaffung der Pauschalbesteuerung lehnte die Delegiertenversammlung mit 68 zu 39 Stimmen ab. Die Pauschalbesteuerung ermögliche überhaupt erst, dass Personen, die in der Schweiz keiner Tätigkeit nachgingen, auch einen Beitrag zum Staatswesen leisteten.

Präsident Bäumle und Vizepräsident Laurent Seydoux wurden für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Christmann, Stein am Rhein
    Da mag Bäumle recht haben mit den 2 entscheidenden Jahren für seine Partei. Wenn er so weiterpolitisiert wird die GLP 2015 auf ein erträglich Mass zurechtgestutzt. Die GLP und auch BDP haben in letzter Zeit den Bodenkontakt völlig verloren. Die haben tatsächlich das Gefühl die alleinigen Königsmacher in allen Bereichen zu sein.
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    1. Antwort von W. Pip, Züri
      Bin ich völlig einverstanden. Die GLP wie die BDP haben als junge Parteien vielversprechend gestartet und sich sachorientierten Wählern mit Würgereflex bei parteidoktringelenkten Parolen als Alternative angeboten. Vorbei die Zeit. Scheinbar breitet sich nun auch dort der links bis rechts bekannte Filz aus.
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    2. Antwort von Werner Christmann, Stein am Rhein
      W.Pip: Ist irgendwie tragisch. Da setzt man auf junge Parteien, in der Annahme dass denen wirklich Sachpolitik und der Wählerwillen wichtig sei. Und flugs muss man feststellen, dass sie im selben Fahrwasser wie die Etablierten mitschwimmen.
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