Zum Inhalt springen

Argumente der Befürworter Energiestrategie für Ja-Komitee «ein pragmatischer Weg»

«Einheimische Energie nutzen statt teuer importieren»: So werben die Befürworter für ein Ja bei der Abstimmung vom 21. Mai.

Legende: Video «Ja»-Komitee zur Energiestrategie 2050 abspielen. Laufzeit 1:29 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.04.2017.
  • Die Befürworter der Energiestrategie 2050 – darunter Vertreter von CVP, FDP, SP und Grünen – haben ihre Argumente dargelegt.
  • Die Energiestrategie setze auf eine saubere, sichere und inländische Energieversorgung.
  • Eine brauchbare Alternative gebe es nicht: Drei der fünf Schweizer AKW gingen in den nächsten Jahren vom Netz – mit oder ohne Energiestrategie.

Die Energiestrategie ist aus Sicht der Befürworter ein ausgewogener Mix von Massnahmen für einen schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie: weniger Öl und Gas, dafür mehr Energieeffizienz und mehr erneuerbare Energie.

Mit einer zeitlich limitierten Förderung soll die Produktion von Strom aus Wasser, Sonne, Geothermie, Biomasse und Wind gestärkt werden. Daneben soll der Energieverbrauch gesenkt werden. Die günstigste Energie sei jene, die erst gar nicht verbraucht werde, schreibt das Ja-Komitee.

«Mehr Geld im Portemonnaie»

Während die Gegner vor hohen Stromrechnungen und kalten Duschen warnen, betonen die Befürworter, dass eine Senkung des Verbrauchs bei gleichem Komfort möglich sei – dank besser isolierten Gebäuden und Geräten mit weniger Energieverbrauch. Das führe zu einer tieferen Stromrechnung und mehr Geld im Portemonnaie.

Das Komitee weist darauf hin, dass die Schweizer Energieversorgung heute zu 75 Prozent vom Ausland abhänge und zu zwei Dritteln auf fossilen Brennstoffen basiere. Das sei klimapolitisch schlecht und volkswirtschaftlich unsinnig. Die Energiestrategie schaffe Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Innovation im Inland. Sie sei pragmatisch und ein guter Kompromiss.

Dem Ja-Komitee gehören Vertreterinnen und Vertreter von CVP, FDP, SP, Grünen, GLP, BDP und EVP an. Das Referendum ergriffen hatte die SVP.

Legende: Video Energiestrategie 2050: Die Kernpunkte abspielen. Laufzeit 2:07 Minuten.
Aus ECO vom 03.04.2017.

94 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Sandro Beer (Sand Be)
    Weniger Energie-Importe, weniger Dreckstrom, weniger fossile Brennstoffe und Uran aus heiklen und instabilen Staaten, dafür mehr einheimische Erneuerbare Energien (wie Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie), eine gestärkte Schweizer Wasserkraft, höhere Energieeffizienz und somit weniger Energieverbrauch und deshalb geringer Energiekosten...das alles gibt's bei einem JA zur ES2050. Darum stimme ich sicherlich auch JA!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Ihre Erwartungen und Hoffnungen werden sich nicht erfüllen! Das ist jetzt schon sicher.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Wenn diese Energiestrategie 2050 angenommen wird, wovon man fast ausgehen muss, wir es eine ziemlich bitter boese Ueberraschung geben. All das was diese Befuerworter behaupten, wird nicht stattfinden. "Das Geld bleibt nicht, ich wiederhole, nicht im Lande bleiben." Man wird einfach die billigere Energie (Strom) aus dem Ausland beziehen. Teure Alterative-KW's in der Schweiz gebaut, koennen da preislich gar nicht mithalten und werden zu Investionsruinen, die nur noch kosten und nichts verkaufen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Sandro Beer (Sand Be)
      @Hans Haller: was ist dann genau die Alternative? Die alternden AKWs werde bald sowieso vom Netzen gehen müssen (Mühleberg übrigens schon 2019), was wollen sie dann machen? Billigen Dreckstrom aus dem Ausland einkaufen und einfach mal abwarten...? Also da ist mir die ES2050 viel lieber, da wird für einen ädequaten Ersatz der wegfallenden AKW mit einheimischen Erneuerbaren Energien gesorgt. Und dank Energieeffizienz-Massnahmen sinkt der Energieverbrauch und somit die Energiekosten. Drum JA!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Sandro Beer: Genau das wird passieren. Man wird den "billigen Dreckstrom" im Ausland einkaufen und in der Schweiz brauchen. Bitte beachten Sie, da soll es sogar ein Stromabkommen mit der EU geben müssen, so wie J.Schneider-AMMANN es will. Mir scheint, da werden wir auch wieder über den Tisch gezogen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Witold Ming (Witold Ming)
    Die Gegner der Vorlage sprechen ständig davon, dass es nie reichen wird. Das habe ich vor ca. 10 Jahren schon gehört. Damals hiess es, man bräuchte unbedingt neue AKWs, ansonsten entstünde eine "Energielücke". Heute schwimmen wir im Strom und die AKW-Betreiber möchten die AKW's für 1 Franken verkaufen. Solche Fehlkalkulationen sind volkswirtschaftlich katastrophal. Zum Glück wurden keine neuen gebaut und hoffentlich steigen wir bald aus den jetzigen unkalkulierbaren Überraschungseiern aus.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen