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Delegiertenversammlung der SVP Für die SVP ist der Umbau der Stromproduktion «Unsinn»

Die SVP-Delegierten diskutieren die Energiestrategie 2050 und lassen an dem Vorhaben des Bundesrates kein gutes Haar.

Legende: Video SVP-Präsident Rösti mobilisiert gegen Energiegesetz abspielen. Laufzeit 0:59 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 25.03.2017.
  • Die Delegierten der SVP treffen sich heute in Appenzell. An der Versammlung geht es einzig um die Abstimmung über das Energiegesetz vom 21. Mai.
  • Gegen die Revision des Gesetzes hatte die Partei das Referendum ergriffen. Der geplante Umbau des Energiesystems sei zu teuer, hiess es zur Begründung.
  • SVP-Präsident Rösti kritisierte, der Bundesrat streue mit seiner Argumentation der Bevölkerung Sand in die Augen.

Die SVP Schweiz mobilisiert an der Delegiertenversammlung in Appenzell gegen das «ruinöse» Energiegesetz. Die Energiestrategie 2050 koste den Mittelstand Milliarden. Der Bundesrat verdrehe die Fakten und streue der Bevölkerung Sand in die Augen.

Die SVP werde mit allen Mitteln gegen den «unsinnigen» Umbau des Stromproduktionssystems kämpfen, sagte Parteipräsident Albert Rösti bei der Eröffnung der Delegiertenversammlung (DV): «Die SVP steht unter Strom. Geniessen wir es.» Bald werde Energie zur Mangelware und für den Mittelstand unerschwinglich.

Energiestrategie kommt teurer, als Bundesrat prophezeit

Albert Rösti an einem Rednerpult von der Seite. Am Rand ist eine Figur mit einer Schweizer-Fahne.
Legende: Bald werde Energie zur Mangelware und für den Mittelstand unerschwinglich, sagt SVP-Chef Albert Rösti an der DV. Keystone

Die Energiestrategie 2050 sei keine Strategie, sondern eine Frage des Glaubens und der Hoffnung. «Bisher sind die Befürworter der Stromproduktion aus Wind und Sonne die Antwort schuldig geblieben, wie die Stromproduktion sichergestellt wird, wenn die Sonne nicht scheint», sagte Rösti.

Bundesrätin Doris Leuthard streue der Bevölkerung Sand in die Augen, wenn sie behaupte, der Umbau des Stromproduktionssystem koste einen Haushalt lediglich 40 Franken pro Jahr. In Tat und Wahrheit koste die Energiestrategie 2050 viel mehr, nämlich mindestens 800 Franken pro Jahr, sagte Rösti.

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177 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Strategiepläne, die in eine neue Art von Selbstzerstörung hineinlaufen sind nun wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Bitte beachtet diese erheblich sehr grösseren Mehrkosten, die unweigerlich folgen müssen genauer. Ein Mehraufwand ohne Mehrleistungs-Nutzen rechnet sich nicht auch wenn er politisch semantisch verklärend bedingt als Inovation betrachtet wird. Da hält man sich selbst und macht man sich selbst zu Narren. PS: Grossbezueger haben sich davon bereits verabschiedet und dispensiert !!!
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (quod erat demonstrandum)
    Wir alle sollten die Strategiepläne unserer Regierung tatkräftig unterstützen. Was an diesem Parteitag zelebriert wurde ist keine Strategie, sondern Stillstand, welcher alsbald in Rückschritt mündet.Wer die Kostenkeule schwingt verweigert sich der Innovation. Die «ES2050» ist der erste Schritt & ein Bekenntnis zu erneuerbaren Energien. Für mich ist es unverständlich, gegen diese Innovation & diese Strategie zu sein. Stillstand & Obstruktion haben noch nie zu Innovation geführt.
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Herr Baechler, bitte beachten Sie, das gerade die Stromgrossbezueger sich da längst schadlos gehalten haben bei dieser Vorlage, da selbige unhaltbare Mehrkosten verursacht. Das sagt mehr aus als 1000 Worte. Und das da mit Inoovation ist so eine Sache. Hier in Asien ist es billiger, effizienter konkurrenzfähiger als in Europa bzw. in der Schweiz. Was Sie sich da erhoffen, wird sich leider nicht mehr so wie Sie es sich vorstellen, einstellen. Da machen Sie die Rechnung ohne den Wirt.
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  • Kommentar von Patrik Christmann (Politik für die Schweizer)
    @ Steiner&Frauchiger: Die Kernfusion benötigt keine Endlager, weil kein relevanter radioaktiver Abfall entsteht. Ein Unfall mit radioaktivem Austritt ist bei dieser Technologie unmöglich. Genauso wie es unmöglich ist, dass ein Mensch ohne Hilfsmittel fliegen kann. Die Technologie liefert enorme Mengen an Bandenergie & ist komplett klimafreundlich. Die Technologie würde 2050 zur Verfügung stehen. Es ist aber billiger Kohle, Gas, Oel, usw. zu verbrennen. Und PV ist
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