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Energiestrategie 2050 Regierungsrat Cavigelli weibelt für ein Ja

Der Bündner Energiedirektor Mario Cavigelli zeigt seinen Kopf an vorderster Front bei den Befürwortern der Energiestrategie 2050. Grund: Die Abstimmung sei wirtschaftlich «äusserst wichtig» für den Wasserschloss-Kanton Graubünden.

Legende: Audio «Cavigelli zeigt seinen Kopf (09.03.2017)» abspielen. Laufzeit 2:50 Minuten.
2:50 min

Regierungsrat Mario Cavigelli weiss, wie gefährlich die Gratwanderung ist, wenn es um Abstimmungs-Werbung von Amtspersonen geht. Dass er als Person und Energiedirektor für die Energiestrategie 2050 wirbt, ist für ihn aber unbestritten. Schliesslich habe Graubünden ein unbestrittenes wirtschaftliches Interesse, damit es ein Ja bei der Abstimmung gebe, sagt er.

Allerdings: Dass jetzt auch die Gesamtregierung für ein Ja einsteht, das kommt für ihn wohl nicht in Frage. Die Gesamtregierung werde in der Abstimmungsfrage zwar klar Farbe bekennen, aber nicht gemeinsam für ein Ja werben.

Aus Olympia-Abstimmung gelernt

Bei der kantonalen Abstimmung über Olympia 2026 in Graubünden warb die Gesamtregierung für ein Ja. Dies wurde teils heftig kritisiert. Auf eine ähnliche Diskussion will er sich nicht einlassen. Deshalb wird die Gesamtregierung bei der Energieabstimmung keine Ja-Kampagne starten.

Gebirgskantone gemeinsam

Cavigelli sagt aber, dass er im Gespräch mit anderen Gebirgskantonen sei, um festzulegen, wie und ob eine gemeinsame Ja-Kampagne für die Abstimmung über die Energiestrategie 2050 gemacht werde. Hauptgrund für ein Ja ist, dass im Rahmen der Energiestrategie 2050 auch die grossen Wasserkraftwerke subventioniert werden.

SRF 1, Regionaljournal Graubünden, 17.30 Uhr

2 Kommentare

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  • Kommentar von Roland Gadient (Roland Gadient)
    Etwas stimmt in diesem Bericht nicht, glaube kaum dass dieser Betrag von 1320 Millionen Franken jährlich subventioniert wird nur für den Standort Graubünden so ein grosser Betrag könnte gar nicht umgesetzt werden, für das Wallis wäre das noch höher. Es sollte eher heissen für einen Zeitraum bis 2050.
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    1. Antwort von SRF News
      Besten Dank für den Hinweis. Sie haben recht - korrekt heisst es "120 Millionen Franken jährlich". Wir haben den Tippfehler korrigiert. Im Audiobeitrag war die korrekte Zahl.
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