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Eckwerte der 2. SRG-Umfrage So befragt das Institut gfs.bern

Die 2. SRG-Trendbefragung zu den Abstimmungen vom 21. Mai hat das Forschungsinstitut gfs.bern im Auftrag der SRG durchgeführt. Befragt wurden 1410 Personen. Erstmals wird das voraussichtliche Abstimmungsergebnis pro Vorlage extrapoliert.

Das Forschungsinstitut gfs.bern hat für die zweite Welle zwischen dem 25. April und dem 3. Mai 2017 insgesamt 1410 Personen befragt. Dafür wurden Stimmberechtigte mit Wohnsitz in der Schweiz repräsentativ ausgewählt: 708 Personen in der Deutschschweiz, 402 in der Westschweiz und 300 in der italienischsprachigen Schweiz.

Während in der ersten Welle Mitte August 1203 Personen befragt wurden, waren es in der zweiten 1410, um die Aussagegenauigkeit der letzten Befragungswelle in den Sprachregionen zu erhöhen.

Die Zahl der Befragten in den Sprachminderheiten ist bewusst höher gewählt, um die Unsicherheiten zu verringern. Für eine gesamtschweizerische Aussage fliessen die Ergebnisse in den Sprachregionen in der korrekten Proportion in das Gesamtresultat ein.

Bei einer Stichprobengrösse von 1410 Befragten und einer Irrtumswahrscheinlichkeit von maximal 5 Prozent beträgt der Stichprobenfehler ±2.7 Prozentpunkte. Ein Umfragewert von 50 Prozent kann damit zwischen 47.3 und 52.7 Prozent variieren.

Wie wird befragt?

Alle Interviews wurden telefonisch über das Fixnetz und Mobiltelefone durchgeführt. Mit dem sogenannten Random Digit Dialing (RDD) wird dem Problem begegnet, auch nicht in Verzeichnissen eingetragene Telefonnummern zu erreichen. RDD beruht darauf, dass nicht ein Telefonnummernverzeichnis abtelefoniert wird, sondern die Ziffern einer Telefonnummer zufällig gewählt werden. Die Grundgesamtheit wird so durch einen gfs.bern-eigenen statistisch konstruierten Nummernraum abgebildet.

Die befragten Stimmberechtigten hatten jeweils fünf Antwortmöglichkeiten zur Verfügung: «bestimmt dafür», «eher dafür», «weiss nicht/keine Antwort», «bestimmt dagegen» und «eher dagegen». Für eine vereinfachte Darstellung im Artikel wurden in den meisten Fällen die Antworten «bestimmt dafür» und «eher dafür» zusammengezählt – entsprechend auch mit den Antworten «bestimmt dagegen» und «eher dagegen».

Momentaufnahme – Trend – Extrapolation

Bei der zweiten Befragung handelt es sich nur um eine Momentaufnahme. Die Ergebnisse können im Vergleich mit der ersten Befragungswelle auch als Trends interpretiert werden. Eine Prognose folgt daraus mit Annahmen, wie sich die Meinungsbildung weiter entwickelt.

Das Forschungsinstitut gfs.bern hat im Hinblick auf den Abstimmungssonntag modellhafte Extrapolationen auf der Basis der beiden SRG-Umfragen vorgenommen. Eine Extrapolation ist die Bestimmung eines Verhaltens über den gesicherten Bereich hinaus. Dabei wird der Meinungsbildungsverlauf nach der zweiten Befragungswelle modelliert, um eine Aussage über das zu erwartende Ergebnis machen zu können.

Detaillierte Informationen zu der Befragungsart und den Interpretationen der Ergebnisse finden Sie beim Institut gfs.bern, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Zwei Methoden, zwei Ergebnisse

Neben der SRG-Umfrage ist gleichentags auch eine Umfrage von Tamedia erschienen. Die beiden Umfragen wurden mit unterschiedlichen Methoden erhoben. «Tagesanzeiger» und «20 Minuten» setzten auf eine Online-Umfrage. Bei der SRG befragte gfs.bern repräsentativ ausgewählte Stimmberechtigte. Die Ergebnisse können sich deshalb unterscheiden.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Jakob Frauchiger (Jakob Frauchiger, Hilterfingen)
    Bleibt nur zu hoffen, dass die Meinungsforscher sich gehörig irren. Der grosse Nachteil der erneuerbaren Energien ist deren Zuverlässigkeit. Zudem ist eine PV Anlage "angstfrei" zu betreiben. Es macht nur Freude eine eigene Anlage zu besitzen. Ganz anders ein AKW. Rundum lähmende Angst, Qualen in Aussicht von noch nicht geborenen Verletzten der letzten Reaktorkatastrophen. Und die Gewissheit, dass ein AKW durchbrennen oder von der Bedienungsmannschaft regelrecht gesprengt werden kann.
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