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Legende: Audio «Das Volk hat die Marschrichtung vorgegeben» abspielen. Laufzeit 01:25 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 22.05.2017.
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Abstimmung Energiestrategie Stromwirtschaft freut sich über «ersten Schritt»

Der Energiebranche verschafft die Volksabstimmung etwas Klarheit. Doch es bleiben Fragen – und Forderungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die beiden grossen Stromkonzerne Alpiq und BKW begrüssen das Ja zum Energiegesetz.
  • Die Axpo und die Alpiq fordern nun Sofortmassnahmen, um die Wasserkraft in der Schweiz zu erhalten.
  • Nein zu mehr Subventionen für die Wasserkraft sagen hingegen die Wirtschaftsverbände, die sich gegen das Energiegesetz engagiert hatten.
  • Sie fordern stattdessen, den Strommarkt endlich ganz zu liberalisieren.
Legende: Video Befürworter der Energiestrategie 2050 sind zufrieden abspielen. Laufzeit 02:43 Minuten.
Aus News-Clip vom 21.05.2017.

Reaktionen: Die beiden grossen Stromkonzerne Alpiq und BKW begrüssen das Ja zum Energiegesetz.«Ich bin erfreut. Wesentliche Fragen sind natürlich noch offen, aber das Volk konnte sich jetzt aussprechen und konnte eine Marschrichtung vorgeben», sagt Suzanne Thoma von der BKW. Unklar sei etwa, wie sichergestellt werden könne, dass es in der Schweiz auch im Winter jederzeit genügend Strom gebe. Auch der Gewerbeverband ist erfreut und sieht das Ergebnis als ersten Schritt hin zu einer Liberalisierung des Strommarkts.

Legende: Video «Es ist zu klären, welche Instrumente wir anwenden wollen» abspielen. Laufzeit 01:24 Minuten.
Aus News-Clip vom 21.05.2017.

Sofortmassnahmen für Wasserkraft gefordert: Der Stromkonzern Axpo, der sich im Abstimmungskampf nicht klar positioniert hatte, fordert nun umso klarer: Es brauche weitere Schritte, um die Wasserkraft in der Schweiz zu erhalten. Zwar können nun künftig bestehende Wasserkraftwerke finanziell unterstützt werden, wenn sie ihren Strom unter den Produktionskosten verkaufen müssen. Doch diese Marktprämie ist auf fünf Jahre befristet. Das reiche nicht, heisst es auch bei Alpiq. «Das Defizit zwischen den Gestehungskosten und den tiefen Grosshandelspreisen wird nicht gedeckt. Es braucht daher Sofortmassnahmen», sagt Mediensprecherin Sabine Labonte. Wie die aussehen sollen, lässt sie offen.

Legende: Video Swissmem fordert Massnahmen für Versorgungssicherheit abspielen. Laufzeit 03:22 Minuten.
Aus News-Clip vom 21.05.2017.

Nein zu mehr Subventionen für Wasserkraft: Das «Wirtschaftskomitee gegen das Energiegesetz» befürchtet nun unter anderem höhere Stromkosten. «Viele Unternehmen sind in einem schwierigen Umfeld. Nun kommt noch eine Komponente hinzu, die nicht erleichternd wirkt, sondern zusätzliche Kosten verursacht. Das freut keinen Unternehmer», sagt Jean-Philippe Kohl, Vizedirektor vom Verband der Maschinen, Elektro- und Metallindustrie Swissmem. Ihre Forderung deshalb: Die Stromkosten dürften nun nicht überborden, wie das die Befürworter im Abstimmungskampf versprochen hätten.

Energiegesetz

Eidg. Vorlage: Energiegesetz (EnG)

 

  • JA

    58.2%

    1'321'947 Stimmen

  • NEIN

    41.8%

    949'169 Stimmen

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller  (panasawan)
    Nun geht's bereits ans Fordern von finanziellen Mitteln. Wir haben nun, nebst der Landwirtschaft, eine weitere Subventionskrueke geschaffen, aber sicher keine Energiewende. Nun wird man nebst KK-Praemien auch noch "Strom-Praemien-Erhoehungen" am laufenden Band bekommen. Jemand wird das ja bezahlen und finanzieren müssen. Die Geister, die da gerufen wurden, wird man nicht wieder los.
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    1. Antwort von E. Waeden  (E. W.)
      Weshalb nicht eigene Energien subventionieren? Immerhin sind diese Subventionen im eigenen Land gut angelegt. Die Fossilen, welche nicht die unsrigen sind, werden ja seit Jahren mit viel mehr Mia. subventioniert. Also besser, das Geld bleibt im Land, statt es ins Ausland fliesst.
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    2. Antwort von Edwin Schaltegger  (Edwin Schaltegger)
      Da haben sie meine volle Zustimmung. Diese staatliche Planwirtschaft und "Subventionitis" macht unsere erfolgreiche soziale liberale Marktwirtschaft kaput. Für viele CH Bürgerinnen/Bürger des Mittelstandes und unteren Einkommensschichten gibt's noch ein böses Erwachen, wenn sie die Zeche bezahlen müssen.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    ....und schon geht es einmal mehr nicht um die wichtige, zukunftsweisende Sache und um das Wohl des Volkes, sondern darum, wer erhält nun Volks-Geld, viel Volks-Geld?? Schade, da geht es NICHT um die "Sache", sondern um weitere Profitgier!! Das ist beschämend! Die Politik, muss endlich zusammenhalten und gemeinsam und konstruktiv, zum Wohl des Volkes, die Energiewende angehen und zwar ohne lukrative VR-Mandate und damit ohne Vetternwirtschaft!!
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    1. Antwort von Verena Casagrande  (Verena Casagrande)
      Das kommt davon dass man den Politikern alles glaubt. Ich weiss nicht wie lange es geht bis die Leute verstehen dass es in Bern nur noch ums Geld geht.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Nun geht es an die inteligente Umsetzung der Energiewende und zwar mittels einer "gemeinsamen", umsichtigen, nicht egoistischen und echten "Volks-Politik"!! Ein Verbot aller lukrativen VR-Mandate von PolitikernInnen/ParlamentariernInnen in der Energie-Lobby, ist dafür unumgänglich, damit es zu einer notwendigen, konstruktiven und absoluten "Zusammenarbeit" in der Politik kommen kann"!! Nur "gemeinsam" FÜR das VOLK, muss die Devise sein!!
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