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Erbschaftssteuer-Initiative Abfuhr für die nationale Erbschaftssteuer

Keine Chance für eine nationale Steuer auf grosse Erbschaften: Rund 71,7 Prozent der Stimmenden und alle Kantone haben die Volksinitiative für eine nationale Erbschaftssteuer abgelehnt.

Erbschaftssteuer-Initiative

Eidg. Vorlage: Volksinitiative Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV (Erbschaftssteuerreform)

 

  • JA

    29.0%

    658'218 Stimmen

  • NEIN

    71.0%

    1'613'394 Stimmen

Standesstimmen

  • JA

    0.0

  • NEIN

    23.0

Präimplantationsdiagnostik

Eidg. Vorlage: Änderung der Bundesverfassung und des Fortpflanzungsmedizingesetzes

 

  • JA

    61.9%

    1'377'265 Stimmen

  • NEIN

    38.1%

    846'986 Stimmen

Standesstimmen

  • JA

    18.5

  • NEIN

    4.5

Änderung Radio- und Fernsehgesetz

Eidg. Vorlage: Änderung Bundesgesetz über Radio und Fernsehen

 

  • JA

    50.1%

    1'128'369 Stimmen

  • NEIN

    49.9%

    1'124'673 Stimmen

Stipendien-Initiative

Eidg. Vorlage: Totalrevision des Ausbildungsbeitragsgesetzes

 

  • JA

    27.5%

    610'370 Stimmen

  • NEIN

    72.5%

    1'611'594 Stimmen

Standesstimmen

  • JA

    0.0

  • NEIN

    23.0

Das Volk und Stände haben die Erbschaftssteuer-Initiative bachab geschickt. Insgesamt sagten rund 1'613'800 Stimmende Nein (71,7 Prozent), 657'800 unterstützten die Initiative. 43,7 Prozent der Stimmberechtigten nahmen an der Abstimmung teil.

Legende: Video «Je mehr KMU-Arbeitnehmende, desto höher war das Nein.» abspielen. Laufzeit 02:25 Minuten.
Aus News-Clip vom 14.06.2015.

Die Initiative polarisierte recht scharf zwischen links (Rot-Grün) und dem bürgerlichen Lager (SVP, FDP und CVP), erklärte Claude Longchamp. Leiter des Forschungsinstituts gfs.bern. Zudem gab es einen direkten Zusammenhang mit der Wirtschaftsstruktur und dem Abstimmungsergebnis. Je mehr Werktätige im KMU-Bereich, desto klarer wurde laut Longchamp die Initiative abgelehnt.

Die meisten Nein-Stimmen gab es mit einem Anteil von 84,4 Prozent im Kanton Wallis. Wuchtig Nein sagten mit 82,8 Prozent der Stimmen auch Schwyzer. Ihr Kanton ist der einzige, in dem heute Erbschaften und Schenkungen nicht besteuert werden.

Ja-Stimmen-Anteil in Basel-Stadt am höchsten

Am meisten Befürworter fand die nationale Erbschaftssteuer in Basel-Stadt, wo lediglich 58,7 Prozent der Stimmenden die Initiative ablehnten. Nein-Anteile von unter 70 Prozent gab es auch in Zürich, Schaffhausen, Glarus, Neuenburg und Jura.

Mit der Initiative «Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV» verlangten EVP, SP, Grüne sowie der Schweizerische Gewerkschaftsbund eine einheitliche nationale Erbschafts- und Schenkungssteuer von 20 Prozent.

Besteuert worden wären Erbschaften und aufsummierte Schenkungen von mehr als 2 Millionen Franken. Schenkungen bis 20'000 Franken pro Jahr und Person wären nicht gezählt worden.

Hochbetrieb auf Notariaten und Grundbuchämtern

Mit dem Nein behalten die Kantone das Sagen über die Besteuerung von Erbschaften und Schenkungen. Ausser im Kanton Schwyz kennen zwar alle Kantone eine solche Steuer, doch sind direkte Nachkommen fast überall steuerbefreit. Lediglich in den Kantonen Appenzell-Innerrhoden, Waadt und Neuenburg ist das nicht der Fall.

Vor Ende 2011 reagierten wegen der Rückwirkung zahlreiche Reiche auf die Initiative, indem sie ihre Vermögenswerte an ihre Erben verschenkten, um die eventuelle Erbschaftsbesteuerung zu umgehen. Bei den Notariaten und Grundbuchämtern herrschte deshalb viel Betrieb.

Legende: Video Runder Tisch zur Erbschaftssteuer-Initiative abspielen. Laufzeit 13:27 Minuten.
Aus News-Clip vom 14.06.2015.

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113 Kommentare

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  • Kommentar von Marlies Artho, Schmerikon
    Wertes SRF Team herzlichen Dank für Ihre Antwort. Werde dies überprüfen lassen. Schöner Tag. Freundlicher Gruss M.A.
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  • Kommentar von M. Roe, Gwatt
    Wann lernt man in der Schweiz eindeutige und klare Vorlagen für Abstimmungen zu machen. Wenn man eindeutig nur von den Reichsten der Reichen hätte eine Erbschaftssteuer verlangen wollen, hätte die ganze Schweiz zugestimmt. Aber nein, das kann man in der Schweiz nicht. Da müssen immer noch Ausnahmen in die konkreten Forderungen gepackt werden und das vermiest dann meist alles. Nur weil es einzelne Reiche dann nicht getroffen hätte, muss man doch nicht gleich Ausnahmen machen.
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    1. Antwort von M.Kaiser, Rebstein
      Geschätzte Frau Gwatt , dass was Sie hier schreiben ist eben genau der Trick der gesamten Reichen und konservativen Verwässerer -Parteien FDP und Co., bis hinauf in den BR , dieses Prinzip funktioniert schon seit 1848 und das Schweizer Volk dient brav und fleissig ohne je zu murren -nun aber kommen die vielen Rassen in unser Land und werden eine neue Denkstruktur vererben -also Geduld , in 200 Jahren werden die Vorlagen klar formuliert sein -sollte es die Welt bis dann noch geben :-)
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Halbherzig habe ich zwarr Nein gestimmt. Eigentlich hätte man eine Limite setzten sollen. Der Betrag, der über die Limite herausgeht - besonders bei den Superreichen Schweizern und eingewanderten, bestbetuchten Ausländern - hätte einer Erbschaftssteuer unterworfen werden sollen. Das wäre eine gerechte Sache gewesen und hätte der eh schon malträtierten Bundeskasse gut getan und wäre für die KMU nicht nachteilig gewesen.
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