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Erbschaftssteuer-Initiative Initianten rühren die Werbetrommel für die Erbschaftssteuer

Am 14. Juni entscheiden die Schweizer Stimmbürger über die Einführung einer nationalen Erbschaftssteuer. Heute haben die Initianten den Abstimmungskampf eröffnet. Zentrale Argumente sind eine bessere Verteilung von Reichtum und die Aufhebung kantonaler Unterschiede bei der Besteuerung.

Legende: Video «Pro-Komitee erläutert Erbschaftssteuer» abspielen. Laufzeit 1:28 Minuten.
Aus Tagesschau vom 17.04.2015.

Die Initiative «Millionenerbschaften besteuern für unsere AHV (Erbschaftssteuerreform)» fordert eine nationale Erbschaftssteuer mit einem Steuersatz von 20 Prozent. Erbschaften von weniger als zwei Millionen Franken und Schenkungen von bis zu 20'000 Franken im Jahr wären von der Steuer ausgenommen.

Zwei Prozent der Steuerzahler besässen in der Schweiz gleich viel Vermögen wie der ganze Rest, argumentieren die Initianten. Ohne Erbschaftssteuer nehme diese Vermögenskonzentration – die höchste aller OECD-Länder – ständig zu.

Diesen Misstand gelte es zu beseitigen. Könnten nur noch kleinere und mittlere Erbschaften steuerfrei vererbt werden, führe dies zu einer gerechteren Verteilung der Vermögen, so die Initianten. Gleichzeitig solle die Initiative die «intransparente und kantonal ungleiche» Besteuerung vereinheitlichen.

«Ein liberales Anliegen»

Die Einführung einer nationalen Erbschafts- und Schenkungssteuer sei ein «liberales Anliegen», sagt der ehemalige EVP-Nationalrat Heiner Studert. Liberal sei es nämlich, nicht vor allem die Arbeitsleistungen, sondern auch Einkommen aus anderen Quellen zu besteuern.

Hinter dem Volksbegehren stehen EVP, SP, Grüne und CSP sowie der Schweizerische Gewerkschaftsbund und die christliche Organisation ChristNet.

142 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Fuchs, Lausanne
    @Urs Dupont: Aber es ist halt bei weitem nicht jeder Firmeneigentümer ein Selbsterwerbstätiger im Fiskal- und vor allem im Sozialversicherungstechnischen Sinn. Ich glaube nicht dass wir uns einig werden. Ich bin felsenfest davon überzeugt dass, sollte dies initiative durchkommen, ein x-Faches von 2% der Bevölkerung betroffen sein wird, und dass die, die Sie jetzt in ihren 1.87% sehen, Auswege finden werden. Sollte dem nicht so sein werde ich mit Freuden zugeben falsch gelegen zu haben. MfG
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  • Kommentar von Urs Dupont, Küsnacht
    @D.Fuchs: Sorry, das stimmt doch einfach nicht was Sie schreiben. Schauen Sie doch mal in Ihre Steuererklärung. Im Kanton Zürich müssen Sie beim Vermögen unter Ziffer 32.1 - 32.5 relativ detailliert Ihr Betriebsvermögen auflisten und dieses ist dann in der Gesamtsumme als Bestandteil Ihres Vermögens enthalten. Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen, es haben nur 1.87% - das Schwarzgeld natürlich nicht berücksichtigt - ein Vermögen von > 2 Mio., Betriebsvermögen / Aktien eingerechnet.
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    1. Antwort von Daniel Fuchs, Lausanne
      Der vollständikeit halber: Ziffer 32 der Zücher Seuererklärung betrifft NUR das "Betribsvermögen Selbständigerwerbender". MfG
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    2. Antwort von Urs Dupont, Küsnacht
      @D.Fuchs: .... und welches denn nicht? Was gibt es denn noch nebst unselbständig und selbständig erwerbend? Jeder Arbeitende gehört entweder zu den einen oder zu den anderen,wobei letztere auch noch Angestellte haben können und dann als KMU gelten.
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  • Kommentar von Max Müller, Wangen
    Die SP will doch nur weitere Gelder von den Steuerzahlern aussaugen für Ihre super tolle Kuscheljustiz und zukünftigen Sondersettings.
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    1. Antwort von M.Müller, Zürich
      @Müller, ich bin ein enormer Feind der Sozialindustrie! Was sie hier behaupten ist falsch! Die Initiative entlastet über 90% der Schweizer und belastet die übermäßigen Profiteure des heutigen Systems. Informieren Sie sich auf den Internetseiten der Gegner und Beführworter und Sie werden erkennen, dass es nicht um mehr sondern um eine fairere Verteilung der Steuerlast geht. Wer gegen diese Initiative ist (ob Links oder Rechts) der ist in über 90% der Wähler gegen sich selbst - Wo ist die Logik?
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