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Ja zur Ernährungssicherheit Schneider-Ammann: «Bauern sollen Chancen offener Märkte nutzen»

Der Landwirtschaftsminister versteht das Ja nicht als Votum für den Protektionismus.

Legende: Video Schneider-Ammann zum Ja zur Ernährungssicherheit abspielen. Laufzeit 5:17 Minuten.
Vom 24.09.2017.

Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann hat als Reaktion auf den Abstimmungsausgang deutlich gemacht, dass er das Ja zur Ernährungssicherheit nicht als Votum für Protektionismus versteht. Er rief die Bauern dazu auf, sich an den Bedürfnissen des Marktes zu orientieren und die Chancen offener Märkte zu nutzen.

Die inländische Produktion sei für die Ernährungssicherheit von grosser Bedeutung, sagte Schneider-Ammann. Schon heute sei die Schweiz aber auf Importe angewiesen. Die Ängste vor Freihandel müssten abgebaut werden. Für die Landwirtschaft böten sich attraktive Perspektiven, Schweizer Topprodukte seien immer begehrter.

Schneider-Ammann bekräftigte, dass derzeit keine Gesetzes- oder Verordnungsänderungen geplant sind. Aus Sicht des Bundesrates handle es sich beim neuen Verfassungsartikel dennoch um eine wertvolle Ergänzung der Bundesverfassung, sagte er.

Ernährungssicherheit sei angesichts von Bevölkerungswachstum und Klimawandel nicht so selbstverständlich, wie viele meinten. Der neue Verfassungsartikel werde als Richtschnur dienen für die künftige Landwirtschaftspolitik, über die der Bundesrat noch im laufenden Jahr beraten wolle.

Ernährungssicherheit

Eidg. Vorlage: Direkter Gegenentwurf zur zurückgezogenen Volksinitiative «Für Ernährungssicherheit»

 

  • JA

    78.7%

    1'942'931 Stimmen

  • NEIN

    21.3%

    524'875 Stimmen

Standesstimmen

  • JA

    23.0

  • NEIN

    0.0

1 Kommentar

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  • Kommentar von Markus Guggisberg (gugmar)
    Ganzheitliche Verträge zu Lasten der Landwirtschaft ? Kaum ! Eins ist klar: Landwirtschaftliche Produkte der CH können in Freihandelsverträgen nie im Kontext der anderen Güter behandelt werden. Das sollte auch BR SA verstehen. Die CH hat Sondervorschriften für landwirtschaftliche Produkte, die auch für importierte Güter gelten. D.h. TTIP, CETA Chlorhühner und Genprodukte werden nie in die CH importiert werden. D.h. "Freihandelsverträge" wie sie BR SA vorschweben wird es nie geben !
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