Bahn-Vorlage Fabi wird deutlich angenommen

Das Schweizer Schienennetz kann saniert und ausgebaut werden. Volk und Stände haben die Bahnvorlage Fabi deutlich gut geheissen: 62 Prozent der Stimmenden sagten Ja, 38 Prozent Nein.

Ausbau Bahninfrastruktur Auf / Zuklappen

Eidg. Vorlage: Bundesbeschluss über die Finanzierung und den Ausbau der Bahninfrastruktur FABI

JA-Stimmen absolut: (1'776'688 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'088'210 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 62.0%
NEIN-Stimmen relativ: 38.0%

Standesstimmen

JA-Stimmen: 22
NEIN-Stimmen: 1
Auflistung der Abstimmungsresultate dieser Vorlage nach Kantonen
Kanton Ja-Stimmen Prozentual Nein-Stimmen Prozentual Ja-Stimmen Absolut Nein-Stimmen Absolut
Aargau 55.4% 44.6% 122348 98352
Appenzell Ausserrhoden 55.7% 44.3% 11955 9506
Appenzell Innerrhoden 51.5% 48.5% 2958 2787
Basel-Landschaft 63% 37% 62735 36800
Basel-Stadt 72.3% 27.7% 45189 17333
Bern 57.6% 42.4% 223480 164452
Freiburg 58.6% 41.4% 60764 42996
Genf 76.6% 23.4% 101809 31084
Glarus 50.9% 49.1% 6599 6374
Graubünden 64.6% 35.4% 44460 24400
Jura 64.9% 35.1% 16467 8900
Luzern 61.3% 38.7% 91012 57542
Neuenburg 68.7% 31.3% 40724 18552
Nidwalden 51.6% 48.4% 9252 8661
Obwalden 52.3% 47.7% 7804 7125
Schaffhausen 53.4% 46.6% 17911 15637
Schwyz 49.5% 50.5% 29868 30459
Solothurn 53.4% 46.6% 51440 44821
St. Gallen 57.8% 42.2% 99131 72274
Tessin 71.8% 28.2% 85253 33556
Thurgau 54.2% 45.8% 46188 39031
Uri 51.5% 48.5% 6531 6152
Waadt 73.9% 26.1% 175216 61833
Wallis 60% 40% 75573 50436
Zug 63.9% 36.1% 28147 15873
Zürich 63.1% 36.9% 313874 183274
Kanton wählen

Endresultat

JA-Stimmen absolut: (1'776'688 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'088'210 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 62%
NEIN-Stimmen relativ: 38%
  • Bezirk:
    JA-Stimmen: (1'776'688 Stimmen)
    NEIN-Stimmen: (1'088'210 Stimmen)
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Initiative «Abtreibungsfinanzierung» Auf / Zuklappen

Eidg. Vorlage: Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache»

JA-Stimmen absolut: (873'603 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (2'019'033 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 30.2%
NEIN-Stimmen relativ: 69.8%

Standesstimmen

JA-Stimmen: 0.5
NEIN-Stimmen: 22.5
Auflistung der Abstimmungsresultate dieser Vorlage nach Kantonen
Kanton Ja-Stimmen Prozentual Nein-Stimmen Prozentual Ja-Stimmen Absolut Nein-Stimmen Absolut
Aargau 36.1% 63.9% 80181 141943
Appenzell Ausserrhoden 39.8% 60.2% 8638 13057
Appenzell Innerrhoden 50.9% 49.1% 2940 2831
Basel-Landschaft 29.7% 70.3% 29867 70554
Basel-Stadt 24.6% 75.4% 15605 47908
Bern 32.1% 67.9% 125252 265223
Freiburg 23.7% 76.3% 24877 80127
Genf 13.8% 86.2% 18859 118105
Glarus 35.8% 64.2% 4671 8362
Graubünden 33.7% 66.3% 23473 46203
Jura 20.3% 79.7% 5234 20564
Luzern 38.1% 61.9% 57178 92940
Neuenburg 16.2% 83.8% 9733 50517
Nidwalden 39.7% 60.3% 7159 10852
Obwalden 41.6% 58.4% 6246 8781
Schaffhausen 35% 65% 12040 22319
Schwyz 44.3% 55.7% 26826 33789
Solothurn 34.7% 65.3% 33534 63126
St. Gallen 42.4% 57.6% 73100 99491
Tessin 32.7% 67.3% 39129 80511
Thurgau 40.9% 59.1% 34745 50106
Uri 45.3% 54.7% 5803 7009
Waadt 10.9% 89.1% 26274 213798
Wallis 29.2% 70.8% 37142 90002
Zug 33.7% 66.3% 14903 29373
Zürich 29.9% 70.1% 150194 351542
Kanton wählen

Endresultat

JA-Stimmen absolut: (873'603 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (2'019'033 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 30.2%
NEIN-Stimmen relativ: 69.8%
  • Bezirk:
    JA-Stimmen: (873'603 Stimmen)
    NEIN-Stimmen: (2'019'033 Stimmen)
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Initiative «Gegen Masseneinwanderung» Auf / Zuklappen

Eidg. Vorlage: Volksinitiative «Gegen Masseneinwanderung»

JA-Stimmen absolut: (1'463'954 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'444'428 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 50.3%
NEIN-Stimmen relativ: 49.7%

Standesstimmen

JA-Stimmen: 14.5
NEIN-Stimmen: 8.5
Auflistung der Abstimmungsresultate dieser Vorlage nach Kantonen
Kanton Ja-Stimmen Prozentual Nein-Stimmen Prozentual Ja-Stimmen Absolut Nein-Stimmen Absolut
Aargau 55.2% 44.8% 123390 100001
Appenzell Ausserrhoden 54.4% 45.6% 11890 9969
Appenzell Innerrhoden 63.5% 36.5% 3709 2134
Basel-Landschaft 50.6% 49.4% 51177 49876
Basel-Stadt 39% 61% 24941 39007
Bern 51.1% 48.9% 200007 191689
Freiburg 48.5% 51.5% 51172 54383
Genf 39.1% 60.9% 53533 83327
Glarus 59.4% 40.6% 7824 5350
Graubünden 50.6% 49.4% 35721 34884
Jura 44.1% 55.9% 11446 14533
Luzern 53.3% 46.7% 80523 70414
Neuenburg 39.3% 60.7% 23735 36668
Nidwalden 58.8% 41.2% 10693 7482
Obwalden 59.1% 40.9% 8983 6212
Schaffhausen 58.1% 41.9% 20004 14401
Schwyz 63.1% 36.9% 38500 22542
Solothurn 54.6% 45.4% 52934 44030
St. Gallen 55.9% 44.1% 97218 76547
Tessin 68.2% 31.8% 82652 38589
Thurgau 57.8% 42.2% 49920 36418
Uri 58.2% 41.8% 7595 5462
Waadt 38.9% 61.1% 93170 146107
Wallis 48.3% 51.7% 61821 66123
Zug 49.9% 50.1% 22257 22307
Zürich 47.3% 52.7% 239139 265973
Kanton wählen

Endresultat

JA-Stimmen absolut: (1'463'954 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'444'428 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 50.3%
NEIN-Stimmen relativ: 49.7%
  • Bezirk:
    JA-Stimmen: (1'463'954 Stimmen)
    NEIN-Stimmen: (1'444'428 Stimmen)
Bezirksresultate verbergen Bezirksresultate anzeigen Auf / Zuklappen

Rund 1'776'700 Personen sprachen sich für Fabi aus, 1'088'200 dagegen. Eine Nein-Mehrheit resultierte lediglich im Kanton Schwyz. Am meisten Zustimmung erhielt die Bahnvorlage im Kanton Genf mit fast 77 Prozent.

Video «Longchamp: «Nur Kanton Schwyz sagt Nein zu Fabi»» abspielen

Longchamp: «Nur Kanton Schwyz sagt Nein zu Fabi»

1:25 min, vom 9.2.2014

Auch in den Kantonen Waadt, Basel-Stadt und Tessin lag die Zustimmung über 70 Prozent. Mit einem gesamtschweizerischen Ja-Stimmen-Anteil von 62 Prozent schnitt Fabi besser ab als in der letzten SRG-Umfrage, als sich 56 Prozent der Befragten für die Vorlage ausgesprochen hatten.

SVP-Nationalrat Walter Wobmann und seine Mitstreiter konnten den Erfolg, den sie im November bei der Vignetten-Abstimmung erzielt hatten, nicht wiederholen. Für die Mehrheit der Bevölkerung steht offenbar ausser Zweifel, dass Investitionen ins Schienennetz nötig sind.

Konsumenten bezahlen zusätzliche Milliarde

Mit dem Ja zum Bundesbeschluss über die Finanzierung und den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur (Fabi) haben Volk und Stände dafür grünes Licht gegeben. In der Verfassung ist nun verankert, dass Betrieb, Unterhalt und Ausbau des Schienennetzes künftig aus einem Topf finanziert werden. Der Bund muss mehr Mittel bereitstellen, im Jahr rund 5 Milliarden Franken statt wie bisher 4 Milliarden.

Die Gelder fliessen in den neuen, unbefristeten Bahninfrastrukturfonds, der den bisherigen, befristeten FinöV-Fonds ablöst. Sie stammen wie bisher aus allgemeinen Bundesmitteln, der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) sowie der Mehrwertsteuer und - befristet - der Mineralölsteuer.

Für die zusätzliche Milliarde müssen die Kantone und die Konsumenten aufkommen: Von 2018 bis 2030 fliesst ein Mehrwertsteuerpromille in die Bahninfrastruktur. Diese befristete Erhöhung löst jene zugunsten der Invalidenversicherung ab, die Ende 2017 ausläuft.

Referendum möglich, aber unwahrscheinlich

Die erste Etappe des Ausbaus hat das Parlament bereits beschlossen, geplant sind Massnahmen im Umfang von 6,4 Milliarden Franken. Die Investitionen sollen auf mehr Strecken den Halbstundentakt ermöglichen und in städtischen Gebieten den Viertelstundentakt. Weiter sollen Bahnhöfe ausgebaut werden.

Gegen das Massnahmenpaket könnte noch das Referendum ergriffen werden: Nach dem Ja zu Fabi beginnt die Referendumsfrist zu laufen. Angesichts des deutlichen Entscheides scheint es jedoch eher unwahrscheinlich, dass das Volk noch darüber entscheiden muss.

In Betracht ziehen die Fabi-Gegner das Referendum gegen die Begrenzung des Pendlerabzugs. Entscheiden wollen sie nächste Woche. Gemäss Parlamentsbeschluss soll, wer mit dem Zug oder dem Auto zur Arbeit fährt, bei der direkten Bundessteuer künftig nur noch maximal 3000 Franken abziehen können.

Kein Gehör für die Gegner

Zu den Betroffenen gehören Bahn-Pendler mit einem Generalabonnement der 1. Klasse sowie Auto-Pendler mit langen Arbeitswegen. Letztere könnten nur noch die Kosten für 20 bis 35 Kilometer pro Tag abziehen.

Der Widerstand gegen Fabi richtete sich gegen all diese Pläne. Viel Gehör fanden die Gegner indes nicht. Zwar bekämpfte neben dem Nutzfahrzeugverband Astag und dem Verband der Autoimporteure auto-schweiz auch die SVP die Bahnvorlage, doch fokussierte sie im Abstimmungskampf auf ihre Masseneinwanderungsinitiative, die stets im Zentrum der Aufmerksamkeit stand.

Kritisiert hatten die Gegner vor allem, dass Auto- und Lastwagenfahrer weiterhin die Schiene mitfinanzieren müssen. Mit dem Ja vom Sonntag hat das Volk nun bestätigt, dass es dies grundsätzlich gutheisst. Die Diskussion um die Finanzierung des Verkehrs aber geht weiter.

Hohe Stimmbeteiligung

Befürworter und Gegner konnten seit Dezember noch einmal Wähler mobilisieren. Im Dezember wollten noch 41 Prozent der Schweizer Stimmbürger an die Urne gehen. Die Stimmbeteiligung lag letztendlich aber bei rund 56 Prozent. Das ist die fünfthöchste Beteiligung seit Einführung des Frauenstimmrechts 1971. Im Schnitt gehen 43 Prozent an die Urne.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Ja zur Bahnfinanzierung

    Ein deutliches Mehr bei der Bahnfinanzierung

    Aus Echo der Zeit vom 9.2.2014

    Wenn es um die Bahn geht, sind Schweizerinnen und Schweizer grosszügig. Sie sagen klar ja zur Bahnfinanzierung Fabi. Mit 6,4 Milliarden Franken sollen Geleise und Brücken geflickt, neue Perrons und Fahrleitungen gebaut werden.

    Die Befürworter jubeln, die Autolobby möchte jetzt aber auch Gas geben.

    Karoline Arn