Familieninitiative bachab geschickt

58,5 Prozent der Stimmbeteiligten sprechen sich gegen die SVP-Familieninitiative aus. Damit bleibt es dabei: Steuerabzüge für die Kinderbetreuung können weiterhin nur Familien machen, die ihren Nachwuchs ausser Haus betreuen lassen.

Familieninitiative Auf / Zuklappen

Eidg. Vorlage: Volksinitiative «Familieninitiative: Steuerabzüge auch für Eltern, die ihre Kinder selber betreuen»

JA-Stimmen absolut: (1'139'743 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'604'476 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 41.5%
NEIN-Stimmen relativ: 58.5%

Standesstimmen

JA-Stimmen: 2.5
NEIN-Stimmen: 20.5
Auflistung der Abstimmungsresultate dieser Vorlage nach Kantonen
Kanton Ja-Stimmen Prozentual Nein-Stimmen Prozentual Ja-Stimmen Absolut Nein-Stimmen Absolut
Aargau 43.5% 56.5% 89535 116334
Appenzell Ausserrhoden 43.9% 56.1% 9175 11733
Appenzell Innerrhoden 52.1% 47.9% 2764 2539
Basel-Landschaft 40.7% 59.3% 39268 57240
Basel-Stadt 34.3% 65.7% 21312 40902
Bern 43.2% 56.8% 162566 213317
Freiburg 40.6% 59.4% 40445 59243
Genf 33.8% 66.2% 41886 82102
Glarus 42.3% 57.7% 5100 6949
Graubünden 44.1% 55.9% 29454 37304
Jura 44.6% 55.4% 14236 17705
Luzern 45.1% 54.9% 63370 77265
Neuenburg 37.1% 62.9% 22782 38692
Nidwalden 43.6% 56.4% 7616 9844
Obwalden 45.3% 54.7% 6556 7922
Schaffhausen 46.7% 53.3% 15178 17289
Schwyz 51.2% 48.8% 28907 27554
Solothurn 41.8% 58.2% 38736 53989
St. Gallen 45.9% 54.1% 74572 87758
Tessin 46.8% 53.2% 50275 57221
Thurgau 48.3% 51.7% 39344 42030
Uri 50.7% 49.3% 6420 6231
Waadt 33.2% 66.8% 73852 148692
Wallis 42.4% 57.6% 50620 68791
Zug 43.9% 56.1% 19246 24643
Zürich 39% 61% 186528 291187
Kanton wählen

Endresultat

JA-Stimmen absolut: (1'139'743 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'604'476 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 41.5%
NEIN-Stimmen relativ: 58.5%
  • Bezirk:
    JA-Stimmen: (1'139'743 Stimmen)
    NEIN-Stimmen: (1'604'476 Stimmen)
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1:12-Initiative Auf / Zuklappen

Eidg. Vorlage: Volksinitiative «1:12 - für gerechte Löhne»

JA-Stimmen absolut: (955'155 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'797'110 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 34.7%
NEIN-Stimmen relativ: 65.3%

Standesstimmen

JA-Stimmen: 0
NEIN-Stimmen: 23
Auflistung der Abstimmungsresultate dieser Vorlage nach Kantonen
Kanton Ja-Stimmen Prozentual Nein-Stimmen Prozentual Ja-Stimmen Absolut Nein-Stimmen Absolut
Aargau 28.9% 71.1% 59747 147099
Appenzell Ausserrhoden 31.2% 68.8% 6532 14401
Appenzell Innerrhoden 27.9% 72.1% 1482 3830
Basel-Landschaft 31.5% 68.5% 30563 66404
Basel-Stadt 40.8% 59.2% 25555 37009
Bern 38% 62% 142888 233623
Freiburg 38.1% 61.9% 37943 61600
Genf 43.1% 56.9% 53625 70889
Glarus 33.5% 66.5% 4046 8021
Graubünden 30.9% 69.1% 20637 46246
Jura 47.8% 52.2% 15326 16748
Luzern 29.7% 70.3% 41917 99274
Neuenburg 44.5% 55.5% 27250 34013
Nidwalden 25.2% 74.8% 4396 13079
Obwalden 27.5% 72.5% 3997 10519
Schaffhausen 34.7% 65.3% 11336 21335
Schwyz 23.3% 76.7% 13201 43475
Solothurn 33.9% 66.1% 31474 61463
St. Gallen 31.8% 68.2% 51665 111013
Tessin 49% 51% 52862 54962
Thurgau 30.7% 69.3% 25044 56569
Uri 31.9% 68.1% 4037 8604
Waadt 37.1% 62.9% 82823 140388
Wallis 32.7% 67.3% 39140 80518
Zug 23% 77% 10134 34004
Zürich 32.8% 67.2% 157535 322024
Kanton wählen

Endresultat

JA-Stimmen absolut: (955'155 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'797'110 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 34.7%
NEIN-Stimmen relativ: 65.3%
  • Bezirk:
    JA-Stimmen: (955'155 Stimmen)
    NEIN-Stimmen: (1'797'110 Stimmen)
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Autobahnvignette Auf / Zuklappen

Eidg. Vorlage: Änderung des Bundesgesetzes über die Abgabe für die Benützung von Nationalstrassen

JA-Stimmen absolut: (1'087'350 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'662'755 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 39.5%
NEIN-Stimmen relativ: 60.5%
Auflistung der Abstimmungsresultate dieser Vorlage nach Kantonen
Kanton Ja-Stimmen Prozentual Nein-Stimmen Prozentual Ja-Stimmen Absolut Nein-Stimmen Absolut
Aargau 36.2% 63.8% 74585 131682
Appenzell Ausserrhoden 41.2% 58.8% 8601 12270
Appenzell Innerrhoden 46.6% 53.4% 2474 2840
Basel-Landschaft 40.9% 59.1% 39586 57272
Basel-Stadt 48.4% 51.6% 29842 31867
Bern 39.6% 60.4% 148874 227135
Freiburg 30.6% 69.4% 30628 69559
Genf 33.1% 66.9% 41294 83338
Glarus 48.2% 51.8% 5830 6272
Graubünden 45.1% 54.9% 30293 36815
Jura 37.5% 62.5% 12125 20224
Luzern 45.2% 54.8% 63620 77184
Neuenburg 49.4% 50.6% 30653 31410
Nidwalden 38.9% 61.1% 6813 10711
Obwalden 38.1% 61.9% 5554 9032
Schaffhausen 33.3% 66.7% 10816 21631
Schwyz 35.8% 64.2% 20285 36386
Solothurn 36.2% 63.8% 33693 59348
St. Gallen 40.5% 59.5% 65810 96835
Tessin 32.4% 67.6% 35298 73687
Thurgau 38.3% 61.7% 31334 50559
Uri 38.9% 61.1% 4931 7759
Waadt 36.5% 63.5% 81528 141961
Wallis 35.1% 64.9% 42112 77950
Zug 45.4% 54.6% 19922 23979
Zürich 44.3% 55.7% 210849 265049
Kanton wählen

Endresultat

JA-Stimmen absolut: (1'087'350 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'662'755 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 39.5%
NEIN-Stimmen relativ: 60.5%
  • Bezirk:
    JA-Stimmen: (1'087'350 Stimmen)
    NEIN-Stimmen: (1'662'755 Stimmen)
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Die SVP-Familieninitiative ist am Volks- und am Ständemehr gescheitert. 20,5 Stände und 58,5 Prozent der Stimmbürger lehnen die Vorlage ab. Mit dem Nein bleibt es dabei, dass Steuerabzüge für die Kinderbetreuung weiterhin nur Familien machen können, die ihren Nachwuchs fremd betreuen lassen.

Steuerausfälle als schlagkräftiges Argument

Video «Longchamp analysiert das Nein zur Familieninitiative» abspielen

Longchamp analysiert das Nein zur Familieninitiative

1:52 min, vom 24.11.2013

Claude Longchamp, Forschungsleiter beim gfs.bern, ortet verschiedene Gründe für die starke Ablehnung – nach einer Anfangs sehr hohen Zustimmung: «Der erste Grund: Das Thema wurde von der Politik vernachlässigt und hat deshalb hohe Sympatiewerte erreicht.» Zweitens könne man im Vergleich zu Kampagnen früherer SVP-Initiativen klar sagen, dass die Familieninitiative von den Initianten am wenigsten unterstützt worden sei.

«Der dritte Grund: Die geballte Reaktion von Bund und Kantonen, vor allem von den Finanzpolitikern, die klar auf die schwächste Stelle der Initiative verwiesen haben, nämlich auf die Folge der Einnahmen in der Bundeskasse», sagt der Politikwissenschaftler. Die Steuerausfälle von bis zu 1,4 Milliarden Franken sei eine der prominentesten Zahlen im Abstimmungskampf gewesen. «Das hat auf den wunden Punkt gelenkt und die Meinungsbildung ausgelöst.»

SVP spricht von «Verstaatlichung» der Kinder

Mit ihrer Familieninitiative forderte die SVP Steuerabzüge für Eltern, die ihre Kinder selber betreuen. Für den Bundesrat und das Parlament ist die bestehende Regelung gerecht: Eltern, die ihre Kinder in einer Krippe oder von einer Tagesmutter betreuen lassen, können die Kosten bis zu einem bestimmten Betrag von den Steuern abziehen. Für Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, gibt es keinen solchen Abzug.

Anders sieht dies die SVP. Mit der heutigen Regelung würden Familien benachteiligt, die ihre Kinder selber betreuten. Das Argument der Initianten: Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, geben zwar kein Geld für die externe Betreuung aus, doch verzichten sie auf das Einkommen eines Elternteils oder reduzieren die Arbeitspensen.

Die SVP spricht zudem im Zusammenhang mit Kinderkrippen von einer drohenden «Verstaatlichung» der Kinder. Unterstützung erhält die SVP aus den Reihen der EVP und der CVP.

Für die Gegner der Initiative ist dies, als ob ein Pendlerabzug für Heimarbeiter eingeführt würde. Es gehe nicht an, Kosten abzuziehen, die gar nicht anfielen, argumentierten sie.

Hohe Stimmbeteiligung

Die Stimmbeteiligung lag am Wochenende bei 53,6 Prozent. Das ist mehr als beispielsweise bei den Nationalratswahlen 2011. Seit drei Jahren sind nie mehr so viele Stimmberechtigte an die Urne gegangen. Die durchschnittliche Stimmbeteiligung liegt bei knapp 43 Prozent.