SVP reicht «Gold-Initiative» ein

Die Nationalbank soll kein Gold mehr verkaufen. So fordert es die Initiative «Rettet unser Schweizer Gold» kurz «Gold-Initiative». 105'277 Personen haben nach Angaben des Komitees unterschrieben. Das Volksbegehren wurde von der SVP lanciert.

Gold.

Bildlegende: Keine Goldverkäufe mehr in Zukunft: Das und noch mehr fordert die SVP-Initiative. Keystone

Die Initiative enthält drei zentrale Forderungen: Die SNB soll ihre Goldverkäufe stoppen, alle Goldreserven sollen in der Schweiz eingelagert werden, die SNB soll verpflichtet werden, zwanzig Prozent ihrer aktiven in Gold zu halten.

Mit diesen Massnahmen wollen die Initianten die Stabilität des Schweizer Frankens gewährleisten, wie sie in Bern sagten. Eine Reserve von 1040 Tonnen Gold sei dafür erforderlich, sagte Ulrich Schlüer, ehemaliger SVP-Nationalrat.

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SVP reicht Gold-Initiative ein

0:15 min, vom 20.3.2013

Die Initianten kritisieren zudem, dass derzeit knapp die Hälfte der Goldreserven im Ausland lagern – grösstenteils in den USA. SVP-Nationalrat Lukas Reimann sagte, dass die Goldreserven im «heute weltweit wohl am gefährlichsten überschuldeten Land» bedroht seien.

Vertrauen wiederherstellen

Weiter sind die Initianten nicht damit einverstanden, dass die Nationalbank ab Mai 2000 insgesamt 1550 Tonnen Gold verkaufte. «Dieser kapitale Fehler darf sich nicht wiederholen», sagte der Aargauer SVP-Nationalrat Luzi Stamm.

Die Bundeskanzlei prüft nun die Gültigkeit der Unterschriften. Die SVP hatte die Gold-Initiative am 20. September 2011 lanciert. Im Parlament war die Partei zuvor mit diesen Forderungen gescheitert.