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Gripen Maurer: «Ich nehme die Niederlage persönlich»

Maurer wirkt nach dem Gripen-Desaster gefasst. Noch weiss er nicht, wie er die Lücke bei der Luftwaffe schliessen wird.

Legende: Video Ueli Maurer: «Ich nehme die Niederlage persönlich» abspielen. Laufzeit 02:43 Minuten.
Aus News-Clip vom 18.05.2014.

«Es lässt sich nicht aus der Welt räumen, Bundesrat und Parlament haben heute mit der Ablehnung des Gripen eine Niederlage erlitten», sagt Bundesrat Ueli Maurer vor Medienvertretern.

Frust auf Bike abgestrampelt

«Ich nehme die Niederlage persönlich.» Das Verteidigungsdepartement bleibe aber sein Lieblingsdepartement, und er sei sehr motiviert, sich weiter für die Sicherheit zu engagieren. Den Frust hat Maurer am Sonntag auf dem Bike abgestrampelt.

Der Verteidigungsminister zeigt sich nach der bitteren Niederlage auch selbstkritisch: «Ich habe Fehler gemacht. So selbstkritisch muss man sein. Das muss das nächste Mal besser sein.»

«Es wird eine Lücke geben»

Das Resultat sei geprägt von sehr grossen Unterschieden zwischen den Kantonen. Die Niederlage erfordere nun eine genaue Analyse. «Erst wenn die Analyse gemacht ist, kann über das weitere Vorgehen beschlossen werden. Das wird wohl einige Zeit beanspruchen.»

Für Maurer ist klar, dass es in der Luftsicherheit in den kommenden Jahren ein Lücke geben wird. Mit welchen Mitteln und in welchem Zeitraum diese Lücke geschlossen wird, sei unklar und müsse beraten werden. Es gebe aber keinen «Plan B».

Nach der Schlacht ist vor der Schlacht

Maurer: «Falsch wäre anzunehmen, dass die Schliessung dieser Lücke in Zukunft weniger Mittel in Anspruch nimmt. Wir müssen davon ausgehen, dass diese Lückenschliessung tendenziell mehr kosten wird als wir jetzt beim Gripen vorgeschlagen haben.»

Klar ist für Maurer, dass die Diskussion über den Ersatz für die F/A-18 «schon bald» beginnen muss.

Maurers bittere Niederlage

Maurers bittere Niederlage

Das Nein zum Kampfjet Gripen ist für Bundesrat Ueli Maurer die erste Abstimmungsschlappe in seiner gut fünfjährigen Amtszeit. 2011 und 2013 bekämpfte er erfolgreich zwei armeekritische Vorlagen.

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54 Kommentare

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  • Kommentar von A. Brunner, Zurich
    Lieber Herr Maurer, bitte denken Sie an den TATSAECHLICHEN Schutz des Luftraumes der Schweiz. Ihre Vorgänger und Sie liessen ihn regelmässig verletzen durch Ueberfluege von kriegführenden Mächten, wie der USA und der NATO, sowie von Verletzungen der Ueberflugrechte durch Verbreitung gesundheitsgefährdenden Chemtrails (Chemikalien + Partikel) durch Zivil- und Militärflugzeuge. Wieso setzen Sie eigentlich die jetzt schon vorhandenen 32 Stück FA18 für den Schutz des Luftraumes EFFEKTIV NICHT ein ?
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  • Kommentar von D. Schelbert, Kt ZG
    Ich meine, wenn besser und mit einem glaubhaften Gesamtkonzept argumentiert worden wäre das auch zukunftsträchtig und tauglich gewesen wäre, hätten mehr zugestimmt. Wer aber glaubt, dass mit dem Ersatz der FA 18 durch den Grippen die Luftpolizeilichen Aufgaben besser gemacht werden könnten, der dürfte sich irren. In einem Krisen bzw. Kriegsfall sind 22 Flugzeuge für ein Land so gut wie nichts. Start-/Landebahnen und Hangars würden vor einem körperlichen Angriff bereits zerstört worden.
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  • Kommentar von Kurt Peter, Luzern
    Die grossen Gewinner dieser Gripen-Abstimmung sind die Grünliberalen. Sie konnten glaubhaft machen, dass man eben auch als Armee-Befürworter gegen den Gripen sein kann! Sie konnten grosse Teile des bürgerlichen Lagers überzeugen auch Rüstungsgeschäfte kritisch zu hinterfragen! Und insbesondere konnten sie eine Diskussion über die Ausrichtung der Armee anregen!
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Denke, die GLP zählen jetzt auch zu den grossen Verlierern, denn sie haben soeben vermutlich viele Stimmen verloren. Aber vielleicht fusionieren sie ja wieder mit den Grünen. Ist eh eine Abspaltung von dieser. Und diese könnten ein wenig Unterstützung gut brauchen, denn nicht viele wählen heute noch Grün.
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