Zum Inhalt springen

Wer, wie viele, wo? 5 Fragen und Antworten zu den AHV-Renten im Ausland

Wieviele AHV-Rentner leben im Ausland? Ende 2016 waren es laut Bundesamt für Statistik 737'138 Frauen und Männer oder 32 Prozent aller Rentner, die ausserhalb der Schweiz ihren Wohnsitz haben und eine Altersrente erhalten. Dies sind rund 32 Prozent aller AHV-Bezüger. Diese Gruppe teilt sich auf in rund 630'000 Ausländer und etwa 107'000 Schweizer.

Wieviel Geld beziehen sie? Wer im Ausland lebt, hat keinen Anspruch auf Ergänzungsleistungen, erhält also nur die AHV. Die rund 32 Prozent AHV-Rentenbezüger im Ausland beanspruchen gut 13 Prozent aller ausbezahlten Gelder. Viele haben also nur tiefe Renten.

Wohin fliessen die AHV-Renten im Ausland? Laut Bundesamt für Sozialvesicherungen gehen die meisten Renten nach Italien – 244'000 Bezüger leben in unserm südlichen Nachbarland. Bei einem Grossteil handelt es sich um ehemalige Gastarbeiter in der Schweiz. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Deutschland und Spanien. Beliebt bei Schweizer AHV-Bezügern sind Frankreich, wo 25'000 ihren Lebensabend verbringen, und zunehmend Thailand, wo es 2'300 sind.

Wieviele Auslandschweizer sind stimmberechtigt? Laut der Auslandschweizer-Organisation ASO sind momentan über 150'000 Auslandschweizer im Stimmregister eingetragen. Bei knappem Abstimmungsausgang kann ihre Haltung entscheidend sein.

Was hat Petra Gössi genau gesagt? Die FDP-Parteichefin sagte in einem Interview mit der Zeitung «Blick»: «Renter im Ausland generieren in der Schweiz keine Wertschöpfung. Sie zahlen weder Steuern noch konsumieren sie hier. Ihnen vergolden wir den Ruhestand auf Kosten der nächsten Generation.»

68 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    jetzt kommts ja ganz dick, aber den kann ich nicht mehr ernst nehmen. Derweil er den hintersten und letzten Armutseinwanderer in unsere Sozialwerke willkommen heissen will, bezeichnet er Schweizer Rentner, die ihren Lebensunterhalt SELBER finanzieren als Wirtschaftsflüchtling.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Ja, wer eben die Pfründe für sein Klientel ins Ausland verschwinden sieht, reagiert dann sauer & ist dann plötzlich gar nicht mehr so sozial eingestellt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    "Schmarotzer sind diejenigen, welch sich die Armut in anderen Ländern zu Nutze machen". Da argumentiert sich einer aber total ins Abseits. Im Gegensatz zu den global reisenden Geschäftsleuten beuten die Rentner wohl niemanden aus. Im Gegenteil, sie unterstützen das Kleingewerbe indem sie ihre Einkäufe zu ortsüblichen Preisen bezahlen und damit beitragen, dass Manchem das Überleben gesichert wird.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Tolle Diskussionen. Fazit: sehr viele Kommentare zielen dahin, dass man den älteren Menschen nicht gönnt, in Würde zu leben. Am sinnvollsten wäre für sie wohl eine Einrichtung, wo Diese mit einem Minimum an Möglichkeiten und Aufwand einem möglichst frühzeitigen Ende entgegen sehen. Liebe junge Generation: ihr habt Alles, wollt Alles, gönnt euch Alles und seid trotzdem total unzufrieden. WARUM?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen