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Die Jungen und die AHV Jungparteien dominieren die AHV-Debatte

Legende: Video Jungparteien dominieren AHV-Debatte abspielen. Laufzeit 2:19 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.08.2017.

Die Debatte zur AHV Reform wird mehrheitlich von Jungen geführt. Eine spezielle Situation, denn Befürworter und Gegner sind beide noch weit vom Rentenalter entfernt. Was treibt sie an? Drei Stimmen zum Thema.

Der Gegner: Andri Silberschmidt ist Präsident der Jungfreisinnigen. Seine Partei hat bereits früh mit der Online-Kampagne begonnen. Die Kernaussage: die Reform sei unfair für die Jungen. Immer mehr Menschen gingen in Pension, während weniger in den Arbeitsmarkt eintreten würden. Dieser Tatsache trage die Reform keine Rechnung. Stattdessen würde die AHV ausgebaut, obwohl das Geld fehle. Die Jungen blieben dann auf einem Schuldenberg sitzen.

Legende: Video Andri Silberschmidt: «Wir müssen den Schuldenberg begleichen» abspielen. Laufzeit 0:17 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.08.2017.

Der Befürworter: Tino Schneider ist Präsident der Jungen CVP. Seine Partei sieht bei der Reform Vorteile für die Jungen. Sie reduziere zum Beispiel die unerwünschte Umverteilung zwischen Jung und Alt innerhalb der zweiten Säule. Ausserdem diene sie der Sicherung des Rentenniveaus der Grosseltern. Ein weiterer Plus-Punkt: die Reform stelle die Altersvorsorge wieder auf gesunde Beine.

Legende: Video Tino Schneider: «Reform stellt Altersvorsorge auf gesunde Beine» abspielen. Laufzeit 0:16 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.08.2017.

Wieso sind ausgerechnet die Jungen die Wortführer der AHV-Kampagne?

Der Kampagnen-Spezialist: Daniel Graf kennt sich mit Social-Media-Kampagnen aus. Seiner Meinung nach geht es bei der Kampagne mit Jungpolitikern nicht primär darum, die junge Generation zu mobilisieren. Die Gegnerseite nutze lediglich einen Schwachpunkt der Befürworter aus. Letztere hatten bis vor Kurzem Mühe einen prominenten Kopf zu präsentieren, der die Generationsgerechtigkeit verteidigt.

Legende: Video Daniel Graf: «Befürwortern fehlt ein Kopf, der dagegen hält» abspielen. Laufzeit 0:14 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.08.2017.

Gegner und Befürworter haben sich mittlerweile auf den Abstimmungskampf eingelassen. Nützt oder schadet die Reform der jungen Generation? Diese Frage wird vermutlich noch viel diskutiert werden.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Kriti Kar (Kriti Kar)
    Die (Baby-Boomer)-Mehrheit hat das Diktat. Baby-Boomer sagen heute 43-Jährige seien Junge. Wenn Baby-Bommer das sagt, ist es so. Da gibt es nichts zu meckern! Und dann nehmen sie sich noch 70 Franken Boni und verschwinden in den Ruhestand.
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    "Teile und Herrsche" Lange Zeit wurden die Bauern privilegiert und auf die Arbeiter gehetzt. Und dann die Frauen auf die Maenner. Und jetzt wird als "letztes Aufgebot" die Jugend gar sofort ueber den Tisch gezogen. In Deutschland waeren schon zwei Rentnergenerationen mit dem Kapitalabschmelz- statt Umlageverfahren im obligatorischen Bereich verhungert. In Deutschland wird die zu teure Kapitalabschmelz-Riesterrente auf dem Misthaufen der Geschichte entsorgt und dafuer der Umlagebeitrag um 2 Pro
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Damit sprechen Sie ein Grundsatzproblem des 3-Säulen-Schönwetterprogramms an, das in der hiesigen Diskussion aussen vor gelassen wird: Das Kapitaldeckungsverfahren (von Ihnen korrekterweise "-abschmelzverfahren" genannt) basiert auf einer nicht mehr lange aufrecht zu erhaltenden Wachstumswirtschaft und macht sich vom Kapitalmarkt abhängig. Eine sinnvolle Altersreform distanziert sich vom Kapitaldeckungsverfahren zugunsten des Umlageverfahrens; widrigenfalls ist m.E. breite Altersarmut garantiert
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    2. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      @Dudle - Bingo! SIE habens geschnallt. Zurzeit wurde schon rund eine Billion (1'000'000'000'000) Franken von der Umlage an die Alten abgestohlen und zum Spielball von Speckulanten der Baenkster und der restlichen Finanzmisswirtschaft und der PK-Verwaltungsraete der Profiteure und der Arbeiterverraeter auf den fett gepolsterten Sitzen. Mit dem Kapitalabschmelzverfahren werden die Alten (mit halben Renten) und die Jungen (mit doppelten Beitraegen) ruiniert. Und die Jungen von heute sind die Alt
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